Der Bund will die Berufsbildungs­verordnung so anpassen, dass eine einheitliche und erhöhte Finanzierung von vorbereitenden Kursen auf die eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen gewährleistet ist. Dies wird vom Solothurner Regierungsrat unterstützt: «Mit diesem Systemwechsel werden Abläufe vereinfacht und zentralisiert, was zu einer administrativen Entlastung für alle Beteiligten führt.»

So würden die bisher vom Kanton geleisteten Beiträge an die Kursanbieter aufgestockt werden und neu vom Bund direkt an Personen ausbezahlt werden, welche einen vorbereitenden Kurs absolviert haben. Grundvoraussetzung für die Bundesbeiträge ist ein Abschluss einer eidgenössischen Berufsprüfung oder einer höheren Fachprüfung, sowie eine Bestätigung der bezahlten Kursgebühren. Das soll «Personen, welche auf dem Weg zu einer eidgenössischen Prüfung in finanzielle Schwierigkeiten geraten, so ohne grossen administrativen Aufwand eine vorzeitige Unterstützung beantragen können.»

Weiter wird mitgeteilt, dass der Regierungsrat «grundsätzlich mit dem künftigen Finanzierungsmodell einverstanden ist, aber für die Bezugsberechtigung eine Erhöhung der Grenze des steuerbaren Einkommens anregt.» Denn nur wer keine Bundessteuern bezahlen muss, kann von dieser Teilfinanzierung profitieren. So würden mehr Personen von dieser Unterstützung profitieren können. Dadurch würde laut Regierungsrat auch die Berufsbildung gestärkt und die erhöhte Nachfrage an qualifizierten Fachkräften gefördert werden. (sks)