Kanton Solothurn

Mehr Bestellungen und Läden: Es herrscht Hochbetrieb bei den Collectors

Ein Mitarbeiter von Collectors Solothurn. (Archiv)

Ein Mitarbeiter von Collectors Solothurn. (Archiv)

Bei der Gründung des Vereins Collectors im 2016 hätte es sich Philipp Kehl nicht träumen lassen, dass seine Idee plötzlich derart im Trend liegen könnte: «Wir erhalten seit dem Ausbruch der Coronakrise rund 50 Prozent mehr Bestellungen», sagt der Leiter des Kurierdienstes, der in der Region Solothurn mit Fahrrädern die verschiedensten Waren nach Hause liefert.

Auch die Liste der Geschäfte, die mit den Collectors zusammenarbeiten, ist deutlich länger geworden. Drunter hat es auch viele Läden, die wegen der Quarantänevorschriften geschlossen bleiben müssen. «Mittlerweile dürfen wir Spielsachen, Gemüseabos, Backwaren, Bücher, Medikamente aus der Drogerie, Küchengeräte, Blumen und vieles mehr ausliefern», zählt Kehl auf.

Das Team, das seit kurzem dem Verein Perspektive Region Solothurn-Grenchen angeschlossen ist, konnte um vier neue Mitarbeiter auf nun zehn Kuriere mit zusammen 730 Stellenprozent vergrössert werden. «Die Sozialdienste konnten uns zum Glück rasch neue Leute schicken», erklärt der Leiter des Integrationsprogrammes die kurze Reaktionszeit.

Er hoffe, dass die vielen neuen Kunden den Collectors auch nach dem Ende der Krise treu bleiben werden. «2019 waren wir bereits zu 93 Prozent selbsttragend und ich rechne damit, dass wir in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen schreiben können», ist Philipp Kehl optimistisch. «Auch an den beiden neuen Standorten, wo wir tätig sind, in Olten und in Thun, entwickeln sich die Zahlen für die Collectors positiv.» (hps)

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