Generalversammlung
Mehr als 80'000 Kunden: Ein erfolgreiches Jahr für die AEK-Gruppe

Der regionale Elektrizitätsversorger hat sich im schwierigen Stromgeschäft gut behauptet

Urs Moser
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Die AEK und die Onyx gehen seit 2017 gemeinsame Wege und versorgen insgesamt mehr als 80 000 Kunden mit Strom und Wärme.

Die AEK und die Onyx gehen seit 2017 gemeinsame Wege und versorgen insgesamt mehr als 80 000 Kunden mit Strom und Wärme.

Hanspeter Bärtschi

Wohl noch ausgeprägter als vor der fast hundertprozentigen Übernahme der Aktienmehrheit durch den Energiekonzern BKW die Generalversammlung der AEK Energie AG vor allem ein gesellschaftliches Ereignis: Der Konzertsaal in Langendorf war am Freitag (mit Gästen) voll besetzt, auch wenn nur 35 stimmberechtigte (Klein-)Aktionäre anwesend waren.

Den statutarischen Teil hatten sie in Windeseile erledigt. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 900 Franken pro Aktie ausbezahlt, was einer hundertprozentigen Gewinnausschüttung entspricht.

Weiter waren zwei Sitze im neu nur noch dreiköpfigen Verwaltungsrat nach einem Jahr schon wieder neu zu besetzen. Dies, weil Jan-Piet Beekmann und Mathias Prüssing innerhalb der BKW-Gruppe neue Funktionen übernehmen, die keinen direkten Bezug mehr mit der AEK-Onyx AG haben. An ihre Stelle treten Antje Kanngiesser (Leiterin Markets und Services) und Stefan Witschi (Leiter Verteilnetzmanagement der BKW).

Mehr als 80'000 Kunden

Verwaltungsratspräsident Ronald Trächsel und CEO Walter Wirth berichteten über ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die AEK und die Onyx gehen seit 2017 gemeinsame Wege und versorgen insgesamt mehr als 80'000 Kunden mit Strom und Wärme. Bei einem Umsatz von 130,8 Millionen resultierte ein Gewinn von 6,1 Millionen Franken. Es sei «in allen Bereichen hervorragend gearbeitet» und ein «ausgezeichnetes Resultat erzielt» worden, meinte Ronald Trächsel. Das sei nicht selbstverständlich in einem «Jahr der Transformation».

Und nicht selbstverständlich in einem für die Elektritzitätsversorgungsunternehmen nach wie vor schwierigen Umfeld, auch wenn die Strompreise wieder anziehen. Man könne sich beklagen oder sich so ausrichten, dass man auch in diesem schwierigen Umfeld Erfolg haben kann. Die AEK verfolge klar die zweite Strategie. Mit der Zusammenlegung von AEK und Onyx sei man effizienter und mit dem Strombezug direkt von den BKW-Wasserkraftwerken und dem Zugang zu sämtlichen BKW-Dienstleistungen verfüge man über eine ausgezeichnete Produktepalette.

Die neue Organisation habe sich bereits bewährt, versicherte CEO Walter Wirth, der die regionale Verankerung und die Betriebsorganisation «seines» Unternehmens als Bekenntnis zu den Standorten Solothurn und Langenthal betonte. Mit AEK und Onyx habe man im Verbund im vergangenen Jahr 22 Millionen Franken in die Netz-Infrastruktur und Contracting-Anlagen investiert und Aufträge an Unternehmen in der Region im Umfang von 25 Millionen Franken vergeben. Nicht zu unterschätzen sei zudem die Rolle als Steuerzahlerin, so Wirth: Die AEK-Gesellschaften zahlen zwischen 2 und 2,5, die Onyx-Gesellschaften zwischen 3 und 3,5 Millionen Franken Steuern.

Zu Diskussionen Anlass gegeben hatte, dass die AEK-Kunden dieses Jahr überdurchschnittliche Strompreiserhöhungen hinnehmen mussten. Walter Wirth unterstrich deshalb noch einmal, dass die AEK-Kunden mit dem Strombezug aus dem BKW-Kraftwerkpark ökologisch höherwertige Stromprodukte erhielten und gegen künftig steigende Marktpreise abgesichert seien. Bedeutend sei auch, dass mit jeder bestellten, nach dem Gütesiegel «naturemade star» zertifizierten Kilowattstunde Geld für Ökologieprojekte wie Gewässerrenaturierungen in die Region zurückfliesse.

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