Regierungsrat
«Medikament-Engpässe müssen künftig verhindert werden»

Hersteller müssen dem Bund frühzeitig melden, wenn lebenswichtige Medikamente knapp werden, damit Massnahmen ergriffen werden können.

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Hersteller müssen dem Bund frühzeitig melden, wenn lebenswichtige Medikamente knapp werden, damit Massnahmen ergriffen werden können.

Hersteller müssen dem Bund frühzeitig melden, wenn lebenswichtige Medikamente knapp werden, damit Massnahmen ergriffen werden können.

KEYSTONE/GAETAN BALLY

Die Liste der meldepflichtigen Arzneimittel soll nun erweitert werden. Der Solothurner Regierungsrat begrüsst diesen Schritt vollends, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort festhält. «Die Erfahrungen mit dieser Meldepflicht sind positiv.» In den vergangenen Jahren seien Lieferengpässe bei wichtigen Medikamenten häufiger geworden, die Beschaffung von Rohstoffen störanfälliger. «Wenn solche Schwierigkeiten rechtzeitig bekannt werden, können eher geeignete Schritte zur Überbrückung der Mangellage in die Wege geleitet werden».

Die seit dem 1. Oktober 2015 bestehende Heilmittelplattform zur Erfassung von Medikamentenengpässen hat sich nach Einschätzung des Bundesamtes für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) bewährt. Bis Ende 2016 wurden insgesamt 74 Versorgungsstörungen erfasst, wie das BWL kürzlich mitteilte. In 63 Fällen sei es dabei tatsächlich zu einer Störung gekommen. (szr/sda)