Thomas Ulrich

Medienpreis-Gewinner: «Das Spektakuläre im Alltäglichen zu suchen ist besonders reizvoll»

Carte blanche für unseren Medienpreisträger für Fotografie, den freischaffenden Fotografen Thomas Ulrich.

Thomas Ulrich, wie kamen Sie zum Fotografieren?

Thomas Ulrich: Eine schöne Geschichte. Meine Freundin Tina Dauwalder überraschte mich mit einer Städtereise nach Paris und schenkte mir dort eine Spiegelreflexkamera. So begann ich, drauflos zu fotografieren und zu pröbeln, stundenlang. Das war vor acht Jahren. Seither ist die Fotokamera mein stetiger Begleiter.

Wie fotografieren Sie? Welche Überlegungen machen Sie sich im Vorfeld?

Das Ganze läuft bei mir ziemlich intuitiv ab. Ich habe in der Regel vorgängig keine konkreten Vorstellungen davon, wie ein Bild aussehen sollte. Der Input soll dann von aussen kommen. Ein gutes Foto kann in wenigen Sekunden entstehen, oder es dauert stundenlang, bis es gut kommt. Mir ist die Ästhetik wichtig; das Resultat muss mich einfach begeistern. Wichtig ist auch, schon beim Fotografieren eher etwas wegzulassen und nicht erst beim Bearbeiten Ausschnitte zu suchen.

Was ist die besondere Herausforderung beim Fotografieren für eine Tageszeitung?

Auch ganz banale oder aktionsarme Ereignisse müssen packend fotografiert werden. Gerade dort, wo es auf den ersten Blick keine offensichtlichen Motive gibt, kann dies besonders reizvoll werden. Also das Spektakuläre im Alltäglichen zu suchen. Dann gibt es natürlich noch den Zeitdruck. Ich bin noch am Lernen …

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