Massnahmen
Halten sich die Solothurner Fasnächtler an die Coronaregeln? Die Polizei zieht eine Zwischenbilanz

Statt des Fasnachtsumzugs lockt dieses Jahr die Ausstellung «Fart» Solothurner Fasnächtler in die Stadt. Dabei sollen keine Menschenansammlungen entstehen. Wie es dieses Wochenende geklappt hat.

Sophie Deck
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Fast leere Strassen: Die Fasnacht 2021 in Solothurn.

Fast leere Strassen: Die Fasnacht 2021 in Solothurn.

Hans Peter Schläfli

Sie ging dieses Wochenende über die Gassen: Die etwas andere Fasnacht. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, bereiteten die Fasnachtszünfte in der Stadt Solothurn statt Wagen verschiedene kleine Kunstinstallationen vor.

Die Outdoor-Ausstellung mit dem Titel «Fart» kann von Fasnächtlern seit dem letzten Donnerstag zu jeder Tages- und Nachtzeit betrachtet werden. Eine Solothurnerin, die am Samstag die Fasnacht besuchte, berichtet:

«Ich habe schon einige Leute gesehen, aber es waren nur kleine Gruppen und die Plätze waren ziemlich leer.»

Die Besucher hätten sich in ihren Augen coronakonform verhalten.

Stadtpolizeikommandant Walter Lüdi bestätigt dies. Er meint, es sei bis jetzt recht ruhig gewesen; Menschenansammlungen seien tatsächlich keine entstanden. «Wir waren wie auch in anderen Jahren präventiv in der Stadt anwesend und haben die ein oder andere Person auf eine Regel hingewiesen, zum Beispiel Abstand zu halten», schildert er.

«Die Leute waren aber alle sofort verständnisvoll und einsichtig und wir mussten keine Interventionen vornehmen.»

Auch über private Partys seien bei der Stadtpolizei keine Meldungen eingegangen. «Die Leute haben draussen gefeiert, so weit wir wissen, fand nichts Organisiertes statt», so Lüdi. Auch hätten die Gruppen, darunter viele Familien mit Kindern, sich alle auf vier bis fünf Leute beschränkt.

Solothurner waren nicht nur über die Fasnachtstage brav

Ähnlich problemlos wie in der Stadt Solothurn liefen die bisherigen Fasnachtstage laut der Kantonspolizei Solothurn auch in den anderen Teilen des Kantons ab. «Während der bisherigen Fasnacht gingen nur vereinzelte Meldungen im Zusammenhang mit bestehenden Covid-19-Massnahmen bei der Polizei ein», informiert Bruno Gribi, stellvertretender Dienstchef Kommunikation und Medien. Nennenswerte Probleme oder grobe Widerhandlungen seien der Kantonspolizei nicht bekannt.

Allgemein hätten sich die Solothurner seit dem Anfang des zweiten Lockdown weitgehend regelkonform verhalten. Während es für eine Bilanz über allfällig ausgestellte Ordnungsbussen oder Strafanzeigen momentan noch zu früh ist, könne die Kantonspolizei der Bevölkerung bis anhin ein grosses Kompliment aussprechen: «Wir stellen fest, dass die Leute die beschlossenen Massnahmen grossmehrheitlich einhalten und durchaus Verständnis dafür haben», so Gribi.

Würde doch gegen Regeln verstossen werden, setze die Kantonspolizei eher auf Aufklärung und Einsehen als auf Strafen.

«Wir wissen, dass die momentane Situation für alle schwierig ist und sind überzeugt davon, dass aufklärende Gespräche mehr bringen als das Ausstellen von Bussen»,

erklärt Gribi. Wobei bei «groben Widerhandlungen oder uneinsichtigen Personen» dann aber selbstverständlich entsprechende Strafen verhängt würden. Die zurückhaltende Vorgehensweise würde von den Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzt, meint er.

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