Mariastein
Klosterplatz Mariastein wird umgestaltet: Der Kanton Solothurn soll sich finanziell beteiligen

Die geplante Neugestaltung des Klosterplatzes Mariastein ist ein Teil des Projektes «Mariastein 2025 – Aufbruch ins Weite». Der Regierungsrat des Kantons Solothurn spricht sich dafür aus, sich mit 2,375 Millionen Franken an den Kosten zu beteiligen.

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Das Kloster Mariastein.

Das Kloster Mariastein.

Nicole Nars-Zimmer

Im Mai 2021 erhielt der Solothurner Regierungsrat den Auftrag, zu prüfen, ob eine finanzielle Unterstützung für die Neugestaltung des Klosterplatzes in Mariastein ermöglicht werden könne. Nun spricht sich der Regierungsrat für eine Beteiligung des Kantons in der Höhe von 2,375 Millionen Franken aus und beantragt dem Kantonsrat einen entsprechenden Verpflichtungskredit. Das heisst es in einer Mitteilung.

«Aufbruch ins Weite»

Die Klostergemeinschaft der Benediktiner von Mariastein hat im Jahr 2015 das Projekt «Aufbruch ins Weite – Mariastein 2025» ins Leben gerufen. Das Projekt soll den Wallfahrtsort Mariastein auf die Zukunft ausrichten und seine Existenz sicherstellen.

Dazu soll die Klosterbibliothek reorganisiert und baulich umgestaltet werden. Zudem soll die Wallfahrt neu ausgerichtet werden. Ebenfalls zu den Massnahmen des Projekts zählen die Instandstellung und Umnutzung von klostereigenen Liegenschaften sowie die Neugestaltung des Klosterplatzes. Für die Realisierung des Gesamtprojekts rechnet das Kloster mit Gesamtkosten in der Höhe von rund 25 Millionen Franken.

Vom Parkplatz zum Gastgeber

Die Gemeinde Metzerlen-Mariastein ist Eigentümerin des Klosterplatzes, der heute überwiegend als Parkplatz genutzt wird. Nun soll hier ein lebendiger Ort entstehen. Es werden Zonen zum Verweilen, Nachdenken, Ausruhen und Verpflegen geschaffen. Trinkwasserbrunnen, Sitzmöglichkeiten und eine dezente Platzbeleuchtung ergänzen die baulichen Massnahmen.

Im Dezember 2020 entschied sich die Jury für das von der Landschaftsarchitektin Ludivine Gragy und den Architektinnen Katharina Ehrenklau und Julia Hemmerling entwickelte Projekt «Maria im Stein – Der Klosterplatz als Gastgeber».

Der 7000 Quadratmeter grosse Klosterplatz habe eine grosse Ausstrahlung für die ganze Nordwestschweiz und besitze eine regionalpolitische und touristische sowie auch soziale, kulturelle und integrative Bedeutung, heisst es in der Mitteilung des Regierungsrates weiter.

Der Kanton Solothurn soll die Neugestaltung mitfinanzieren

Die Kosten für die Neugestaltung des Klosterplatzes belaufen sich auf 6,2 Millionen Franken. Hiervon betragen die Baukosten 4,75 Millionen Franken. Der Solothurner Regierungsrat ist dem Prüfauftrag des Kantonsrates nachgekommen und beantragt dem Kantonsrat, dem Kloster Mariastein an das Bauprojekt einen Beitrag von 2,375 Millionen Franken auszurichten, verteilt auf die Jahre 2024 bis 2027.

Für den finanziellen Beitrag des Kantons wird ein Verpflichtungskredit beantragt, über den der Kantonsrat befinden wird. Die restlichen finanziellen Mittel werden gemäss der Kantonsregierung das Kloster Mariastein selbst, Stiftungen und weitere Beteiligte aufzubringen haben. (sks)