Regierungsratswahlen

Marianne Meister: «Der Wahlkampf wird eine grosse Herausforderung»

Marianne Meister wurde am Donnerstag von den Delegierten nominiert.

Marianne Meister wurde am Donnerstag von den Delegierten nominiert.

Weshalb FDP-Kantonsrätin Marianne Meister aus Messen im Rennen um die Regierungsratsnomination am Schluss die Nase vorne hatte, kann sie selbst nicht begründen. «Vielleicht war es Schicksal – oder einfach Glück».

Wie geht es Ihnen?

Ich bin eigentlich erst jetzt angekommen. Es war ein wahnsinnig spannender Abend; ein knapper Entscheid. Spannender hätte es nicht werden können. Nach der Nomination war ich im ersten Moment überfordert. Erst heute Morgen realisiere ich es wirklich.

Wie haben Sie denn geschlafen?

Gar nicht gut. Wir sind sehr spät zuhause in Messen angekommen. Ich habe gar nicht tief geschlafen und bin sehr früh wach geworden. Das ist gar nicht typisch für mich. Sonst schlafe ich eigentlich gut, wenn ich spät ins Bett gehe. Das lief fast wie im Film.

Im 1. Wahlgang lagen Sie vor Anita Panzer, dann zwei Wahlgänge hinter ihr. Am Schluss hat es doch knapp gereicht. Wieso?

Das ist eine sehr schwierige Frage. Das muss man vielleicht die Delegierten fragen. Man kann verschiedene Gründe aus dem Hut zaubern. Es war knapp. Anita Panzer und ich waren Kopf an Kopf. Am Schluss habe ich einige Stimmen mehr gemacht. Vielleicht weil ich 10 Jahre älter bin als sie oder ein wenig mehr Erfahrung habe. Vielleicht war am Schluss auch ausschlaggebend, dass ich mich im letzten Jahr im Ständeratswahlkampf 9 Monate für die FDP eingesetzt habe. Den Grund weiss niemand. Für mich musste es so herauskommen. Vielleicht war es Schicksal oder auch Glück. Man kann es nicht beziffern, was es ausgemacht hat. Aber ich freue mich sehr! Ich hätte mich aber auch für Anita Panzer gefreut. Wir haben es gut zusammen. 

Es war auch ein klares Zeichen der Delegierten, den Sitz von Esther Gassler mit einer Frau zu ersetzen.

Es ist überhaupt ein starkes Zeichen von unserer Partei, dass wir fünf so gute Kandidaten zur Wahl hatten; Dass wir einen Vorwahlkampf mit Podium gehabt haben. Das ist echt stark und ist – so weit ich weiss – noch nie vorgekommen. Dass zwei Frauen jetzt vorne gelegen sind, ist auch ein starkes Zeichen.

Sie haben Unterstützung von Delegierten im ganzen Kanton erhalten. Hat Ihnen der Ständeratswahlkampf geholfen?

Ich denke schon. Ich habe mich engagiert. Alle wussten, dass ich keinen Sitz gewinnen werde. Ich trat im letzten Jahr an im Wissen, dass ich keine Lorbeeren ernten werde. Das habe ich für die Partei gemacht. Und ich denke, das wurde sehr geschätzt. Vielleicht kam dies nun zurück.

Sie sind neben bisherigen Regierungsrat Remo Ankli nominiert – quasi schon gewählt?

Das würde ich nie so sagen. Ich habe sehr grossen Respekt vor den Wahlen und würde so etwas nie verschreien. Man muss jede Wahl zuerst gewinnen. Für mich war die Nomination eine grosse Hürde. Aber der Wahlkampf wird eine grosse Herausforderung. Wir waren die ersten, die nominiert haben und wir wissen nicht, was noch passiert. Dass ich bei den Ständeratswahlen die Erfahrung gemacht habe, nicht zu glänzen, stärkt mich und gibt mir eine Spur Demut. Ich werde alles geben und gehe das Ganze nicht halbherzig an.

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