Generalversammlung
Maler- und Gipserverband geht optimistisch ins neue Jahr

An der diesjährigen Generalversammlung des Maler- und Gipserverbands sah man optimistisch in die Zukunft. Schliesslich könne diese Branche einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des Energieverbrauches leisten, wie Präsident Urs Weder sagt.

Minika Kammermann
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Der Vorstand (v.l.): Ernst Christ, Corinne Maier, Urs Hinden, Martin Wyss, Martin Lisibach, Gilbert Studer, Marius Hubler, Urs Weder, Martin Hartmann, Thomas Branger, Walter Jäggi, Peter Kocher. Es fehlen: Roland Hänggi, Simon Gassler, Regina Marr.

Der Vorstand (v.l.): Ernst Christ, Corinne Maier, Urs Hinden, Martin Wyss, Martin Lisibach, Gilbert Studer, Marius Hubler, Urs Weder, Martin Hartmann, Thomas Branger, Walter Jäggi, Peter Kocher. Es fehlen: Roland Hänggi, Simon Gassler, Regina Marr.

Monika Kammermann

In seinem Jahresbericht sprach Urs Weder, Präsident des Maler- und Gipserverbands, auf die Energiedebatte an und betonte die Notwendigkeit nachhaltiger Arbeit: «Unsere Branche kann zur Eindämmung des Energieverbrauches Wesentliches leisten», sagte er an der Generalversammlung in Laupersdorf.

«Wir sind gefordert, die Lebensgrundlagen für unsere Kinder und Kindeskinder zu erhalten.» Sie könnten alle im Betrieb, auf der Baustelle und in der Freizeit ökologisches und energiesparendes Verhalten vorleben.

Schwarzarbeit: Ein grosses Problem

Weder hielt weiter fest, dass die Wirtschaft darauf angewiesen sei, gute Fachkräfte rekrutieren zu können und freien Zugang zum EU-Markt zu haben. Er spielte damit auf das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative an.

Andererseits stellen Verletzungen des GAV und Schwarzarbeit ein grosses Problem für den Verband dar. Urs Weder appellierte deshalb gemeinsam mit Gilbert Studer, Malermeister und Vizepräsident der Arbeitskontrollstelle (AKS), an die Anwesenden, sich weiterhin zu melden, wenn etwas Verdächtiges beobachtet wird.

Studer berichtete, dass im Jahr 2012 76 Gipser und 224 Maler kontrolliert worden seien. Im letzten Jahr habe man 335 Gipser und 288 Maler überprüft. «Das entspricht einer Zunahme von 207 Prozent, was erschreckend ist», erklärte Gilbert Studer.

Die Maler und Gipser profitieren von den aktuell tiefen Hypothekarzinsen: «Gut unterhaltene Liegenschaften sind immer noch ein sicherer Wert. Hausbesitzer werden richtiggehend dazu animiert, in ihr Wohneigentum zu investieren», wie der Präsident erläuterte. «Mit gutem Grund gehen wir optimistisch ins Jahr 2014.»

Auf dem Lehrlingsmarkt, so Weder, machen den Malern und Gipsern die rückläufigen Zahlen zu schaffen - und auch Veränderungen im Lehrlingswesen: «Aufgrund der neuen Bildungsverordnung für Maler muss das Kurswesen angepasst werden.»

Dafür habe man eigens einen Ausschuss gebildet. Regula Meister, Berufsinspektorin des Kantons, klärte auf: «Ab Sommer 2015 sind keine Anlehren mehr möglich.» Es gebe nur noch Maler/-in und GipserIn/TrockenbauerIn mit eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) sowie Maler- und Gipserpraktiker mit eidgenössischem Berufsattest (EBA).

Meister informierte weiter darüber, dass die Zahl der ÜK-Tage (überbetrieblicher Kurs) zunehmen werde. In der Jahresrechnung 2013 war der einzige ausserordentliche Posten die Beteiligung an der Genossenschaft HG Commerciale. Somit wurden die Rechnung und das Budget 2014 einstimmig angenommen. Auch die Verbandsbeiträge bleiben gleich.

Neu im Verband sind: Kurt Welter, Oberbuchsiten; Lätt Malerei GmbH, Mühledorf; Gipskunst AG, Subingen; Cataldo Quattroluni GmbH, Kriegstetten, und Marcel Sieber, Kriegstetten.