Waldbrandgefahr im Winter? Ja, das gibt’s. Denn diese hat nicht nur etwas mit Hitze zu tun, sondern vor allem mit Trockenheit und wenig Regen, Schnee etc. Weil es seit etwa vier Wochen nicht mehr genügend Niederschlag gab, besteht in vielen Teilen der Schweiz –insbesondere im Tessin und Teilen des Graubünden und dem Wallis – erhebliche bis grosse Waldbrandgefahr.

Im Kanton Solothurn besteht eine «mässige Gefahr über alle Teile des Kantons», wie Astrid Bucher von der Kantonspolizei Solothurn mitteilt. Nach der aktuellsten Lagebeurteilung, die bei der Kantonspolizei Solothurn einging, «bleibt die Waldbrandgefahr durch die anhaltende Trockenheit und das insbesondere in den höheren Lagen sonnige Wetter weiterhin bestehen. Die Entzündbarkeit ist in südost- bis südwestexponierten Lagen oberhalb der Nebelgrenze erhöht.»

Wie der Website des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) zu entnehmen ist, sind im Kanton Solothurn allerdings keine Massnahmen in Kraft. Das heisst, Feuer im Freien sind möglich – «mit der jeweils angebrachten Vorsicht», wie auf der Seite des BAFU steht.

Auch im Hinblick auf die bevorstehende Silvesternacht, in welcher traditionsgemäss viele Feuerwerkskörper und Raketen in den Himmel geschossen werden, gelten bislang die üblichen Massnahmen und Ratschläge der Polizei.

Wie Astrid Bucher erklärt, gehören dazu unter anderem:

  • Feuerwerkskörper müssen kühl und trocken gelagert sein, bevor sie entzündet werden.
  • Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt Feuerwerk entzünden
  • Beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern sollte genügend Abstand zu Menschenansammlungen, Gebäuden und Wäldern eingehalten werden.
  • Feuerwerksraketen sollten nur aus gut verankerten Abschussvorrichtungen geschossen werden
  • Die Flugbahn der Feuerwerkskörper sollte frei und gesichert sein
  • Feuerwerkskörper Kat. F4 (Grossfeuerwerke) dürfen nur von ausgebildeten Pyrotechnikern abgebrannt werden.