Das Verwaltungsgericht hatte den Luzerner nicht zugelassen – mit der Begründung, dass es im Kanton Luzern kein Gegenrecht für Solothurner Anwälte als unentgeltliche Rechtsbeistände gebe. Um den Luzerner bat ein 37-jähriger Kosovare, der 2008 eine Schweizerin heiratete.

Die Migrationsbehörde wies sein Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab, da es sich um eine Scheinehe handle.

Wer um unentgeltliche Rechtspflege ersucht, hat laut Bundesgericht zwar keinen Anspruch auf eine freie Anwaltswahl. Es gebe aber Ausnahmen, etwa wenn der Anwalt sich mit einem vorangegangenen Verfahren befasst hat.

Dies sah das Bundesgericht hier gegeben: Denn gleichzeitig läuft im Kanton das Scheidungsverfahren, in dem der Luzerner den Kosovaren bereits vertritt. Je nach Dauer und Umständen der Ehe besteht ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. (SZR)