Die Möglichkeiten, mit einer kantonalen Luftmassnahmenplanung die Luftqualität weiter zu verbessern, seien praktisch ausgeschöpft, heisst es in einer Mitteilung der Solothurner Staatskanzlei vom Dienstag. Die Regierung nahm am Dienstag den Bericht "Luftqualität nach 30 Jahren Luftreinhaltung", eine Standortbestimmung des Amts für Umwelt, zu Kenntnis.

Ausgangslage für den Bericht war der dritte, 2008 von der Regierung in Kraft gesetzte und immer noch gültige Massnahmenplan. Dieser enthielt 17 Massnahmen. Ein erster Rechenschaftsbericht aus dem Jahr 2012 wies aus, dass zehn der Massnahmen umgesetzt und zwei Massnahmen durch die technische Entwicklung überholt und sistiert waren.

Von den bisher noch fünf vollzogenen Massnahmen werden auch künftig zwei in der bisherigen Form behalten. Diese sollen mithelfen, die Luftqualität bei Baustellen und baustellenähnlichen Anlagen zu verbessern.

Auch die nach wie vor zu hohen Ammoniakemissionen werden lokal verursacht und können mit kantonalen Massnahmen reduziert werden. Der Regierungsrat wies das Amt für Landwirtschaft und das Amt für Umwelt an, neue Massnahmen zu prüfen und in geeigneter Form umzusetzen.

Die Regierung konnte zur Kenntnis nehmen, dass die Immissionsgrenzwerte der eidgenössischen Luftreinhalte-Verordnung meistens eingehalten werden. Grenzwertüberschreitungen bei Stickstoffdioxid und Feinstaub treten noch örtlich entlang von verkehrsreichen Strassen in dicht bebauten Gebieten mit schlechter Durchlüftung und entlang der Autobahnen auf. (sda)