Dem Lehrer S.E., der noch bis Ende November die Zweitklässler in Lostorf unterrichtete, wird Kinderpornografie sowie im Kanton Luzern gar Kindsmissbrauch vorgeworfen. Aus diesem Grund wird er noch mindestens bis zum 2.Februar in Untersuchungshaft im Kanton Luzern bleiben müssen, wie der Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, Simon Kopp, einen Bericht des «Blick» bestätigt.

«Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat beim Zwangsmassnahmengericht - wie in solchen Fällen üblich - einen Antrag gestellt, den Beschuldigten drei Monate in Haft behalten zu können. Das Gericht hat dann zwei Monate bewilligt», erklärt Simon Kopp auf Anfrage. Da S.E. bereits seit dem 2. Dezember inhaftiert sei, dauert die Frist bis zum 2. Februar. «Vor Ablauf dieser Frist wird dann erneut geprüft, ob der Mann länger in Haft bleiben sollte und dann wird wieder entschieden», so Kopp weiter.

Es besteht Verdunkelungsgefahr

Ein dringender Tatverdacht reicht in der Regel nicht aus, um eine Person länger in Untersuchungshaft zu behalten. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. «Im betreffenden Fall besteht eine gewisse Verdunkelungsgefahr», meint der Sprecher.

Das heisst, der Tatverdächtige könnte die Wahrheitsfindung beeinträchtigen, beispielweise durch Einwirken auf Beweismittel oder Zeugen. «Der Beschuldigte sollte auf die laufenden Untersuchungen keinen Einfluss nehmen können und deshalb nicht auf freiem Fuss sein», fasst Kopp zusammen. «Die Befragungen dauern eine gewisse Zeit und manchmal kommen neue Hinweise zum Vorschein. Man geht wirklich Schritt für Schritt voran», so Kopp. 

Ausserdem stehe in solchen Fällen eigentlich immer die Wiederholungsgefahr im Raum. Auch deshalb müsse die Staatsanwaltschaft davon ausgehen können, dass der Beschuldigte sich in Haft befinde.

Luzern übernimmt wahrscheinlich ganzen Fall

Momentan führt die Solothurner Staatsanwaltschaft gegen S.E. zusätzlich eine Untersuchung wegen kinderpornografischem Material. Sehr wahrscheinlich werde die Luzerner Staatsanwaltschaft diese aber übernehmen, um das Verfahren zu vereinheitlichen, so Kopp. «Es übernimmt immer jener Kanton das Verfahren, in welchem das schwerere Delikt stattgefunden hat.»