Lohnmeldepflicht
Lohnausweis geht ab 2014 direkt vom Arbeitgeber ans Steueramt

Arbeitgeber im Kanton Solothurn müssen ab 2014 ein Exemplar des Lohnausweises ihrer Mitarbeiter dem Kantonalen Steueramt einreichen. Die Meldung kann mit einem Lohnprogramm automatisch erfolgen. Auch die Quellensteuer wird elektronisch abgerechnet.

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Die technischen Voraussetzungen fürs Übertragen des Lohnausweises sind jetzt gegeben.

Die technischen Voraussetzungen fürs Übertragen des Lohnausweises sind jetzt gegeben.

Aargauer Zeitung

Der Kantonsrat hat diese Bestimmung bereits im März 2010 im Rahmen der Revision des Steuergesetzes beschlossen, die 2011 in Kraft getreten ist. Davon ausgenommen wurde die sogenannten Lohnmeldepflicht für die Arbeitgeber, weil das Steueramt damals noch nicht in der Lage war, die Menge der Lohnausweise mit vertretbarem Aufwand den einzelnen Steuerdossiers zuzuordnen.

Wie die Staatskanzlei mitteilt, hat das Steueramt in der Zwischenzeit die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, so dass die Arbeitgeber ab 2014 erstmals die Lohnausweise für das Jahr 2013 auch dem Steueramt zuzustellen haben.

Quellensteuer ebenfalls elektronisch abgerechnet

Desweiteren hat der Regierungsrat beschlossen, die Steuerverordnung über die Erhebung der Quellensteuern zu ändern. Damit schafft er die nötigen Rechtsgrundlagen, dass Arbeitgeber die Quellensteuern ab 2014 elektronisch mit dem Steueramt abrechnen können. Solothurn schliesst sich damit der gesamtschweizerischen einheitlichen Bezeichnung der Quellensteuertarife an.

Durch die Änderung lässt sich die Abwicklung des Quellensteuerverfahrens zwischen Arbeitgebern und Steuerämtern «markant vereinfachen». Wie beim Lohnausweis kann auch die Quellensteuerabrechnung mit Hilfe einer zertifizierten Lohnsoftware bei den kantonalen Steuerverwaltungen elektronisch eingereicht werden. Das Kantonale Steueramt wird Ende 2013 bereit sein, die elektronischen Abrechnungen zu empfangen und zu verarbeiten.

«Die medienbruchfreie Bearbeitung der relevanten Quellensteuerdaten fördert die Effizienz im Büroalltag und wird mögliche Fehlerquelle der manuellen Bearbeitung der Daten eliminieren», heisst es.

Die elektronische Übermittlung ist für die Arbeitgeber aber nicht zwingend. Sie können wie bisher Papierformulare verwenden. (ldu)

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