Lockerungen
Solothurner Gewerbeverband will Gastronomie ab 1. März öffnen

In einem Brief an den Regierungsrat verlangt der Kantonale Gewerbeverband (KGV), dass sich die Exekutive beim Bund für raschere Lockerungen und schrittweise Öffnungen für verschiedene Branchen einsetzen soll.

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Die Gastrobetriebe sollen am 1.März öffnen, fordert der Gewerbeverband.

Die Gastrobetriebe sollen am 1.März öffnen, fordert der Gewerbeverband.

Sandra Ardizzone

Elementar sei, dass im ersten Öffnungsschritt der gesamte Handel und handelsähnliche Aktivitäten – Beratungen, Besichtigungen, Bedienung von Anlagen – geöffnet werden könnten und Sortimentseinschränkungen sowie reduzierte Ladenöffnungszeiten fallen gelassen werden.

Der vom Bundesrat geplante zweite Schritt ist aus KGV-Sicht «zu zögerlich» und zeuge von «Mutlosigkeit». Gefordert wird «mit Nachdruck die Öffnung der Gastronomie und ähnlicher Betriebe per 1. März und die weitgehende Normalisierung des gesellschaftlichen Zusammenlebens.» Die Schutzkonzepte würden selbstverständlich in Kraft bleiben:

«Die Erfahrungen in unserem Kanton zeigen, dass diese eingehalten werden.»

Der KGV ist überzeugt, dass eine rasche Öffnung und Normalisierung auch die Situation bei den Härtefallgesuchen rasch normalisieren würde: «Viele der Kleinstbetriebe werden aus administrativen und logistischen Gründen auf einen Härtefallantrag verzichten.»

Der KGV verlangt schliesslich, dass sich der Regierungsrat «wie die Kantone Graubünden und Waadt beim Bund mit Nachdruck für eine Beendigung der Homeoffice-Pflicht per 28. Februar 2021 einsetzt». Darüber hinaus erwarte er vom Regierungsrat, «dass der Kanton dieses Mal den Lockerungen des Bundes folgt und nicht wieder strengere kantonale Massnahmen beschliesst», wie dies letztmals vor Weihnachten passiert sei: «Eine erneute Kakofonie der Massnahmen würde bei der Bevölkerung und der Wirtschaft sehr schlecht ankommen und wiederum zu Verwirrung, Verunsicherung und schliesslich zu mangelnder Akzeptanz und Einhaltung führen.»