Storyparade 2017
Linksrutsch im März: Wie die SP zweitstärkste Kraft im Kantonsrat wurde

Die SP hat bei den Solothurner Kantonsratswahlen vier Sitzgewinne erzielt. Die CVP verlor zwei Sitze, GLP und SVP je ein Mandat. Bei den Regierungsratswahlen wurden lediglich die drei Bisherigen im ersten Wahlgang bestätigt.

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Storyparade 2017: Solothurner Regierungs- und Kantonsratswahlen 2017
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Die drei wiedergewählten Reigerungsräte von links: Roland Heim (CVP), Remo Ankli (FDP) und Roland Fürst (CVP).
Remo Ankli (FDP) holte das beste Resultat der bisherigen Regierungsräte: 37769 Stimmen auf sein Konto.
Roland Heim (CVP), wiedergewählter Regierungsrat mit 36013 Stimmen.
Der Tambourenverein Solothurn gratuliert ihrem Ehrenpräsidenten Roland Heim und seinen Regierungskollegen Remo Ankli und Roland Fürst zur Wiederwahl.
Noch ein Gruppenfoto
Susanne Schaffner, Regierungsratskandidatin SP. Der Oltnerin fehlten 4500 Stimmen zum absoluten Mehr.
Brigit Wyss im Fokus der Kameras. Die Grüne Regierungsratskandidatin bekam 25027 Stimmen.
Regierungsratskandidatin Marianne Meister (FDP) holte im 1. Wahlgang 23826 Stimmen und Platz 6.
Manfred Küng, Regierungsratskandidat SVP: 17355 Stimmen und Platz 7 im 1. Wahlgang.
Nicole Hirt, Regierungsratskandidatin GLP. Sie liegt im 1. Wahlgang mit 14638 Stimmen abgeschlagen auf dem 8.Platz.
Die abgetretene Regierungsrätin Esther Gassler
Die neuen Regierungsratskandidaten Brigit Wyss, Susanne Schaffner, Marianne Meister und Manfred Küng im Gespräch mit TeleM1.
Albert Studer, SVP. Er trat Ende Dezember als Kantonsrat zurück.
Anita Panzer (FDP) wurde als Kantonsrätin wiedergewählt
Walter Wobmann, Nationalrat SVP.
Franziska Roth (SP) wird von Canal 3 interviewt.
Im Medienzentrum werden die Resultate im Auge behalten
Regierungsrat Peter Gomm (SP) ist nicht mehr angetreten.
Regierungsratskandidatin Brigit Wyss (Grüne) verfolgt die Resultate im Medienzentrum
Und hier in der Parteizentrale der Grünen im «Kreuz»
Susan von Sury und Josef Maushart
Die GLP-Parteizentrale während der Wahlen im Hotel Ambassador
Susanne Schaffner in der SP-Parteizentrale
Bei der SVP im Parteizentrum
SVP-Kantonsratskandidatin Marisol Fürst-Riviera
Regierungsratskandidatin Marianne Meister im FDP-Parteizentrum im Palais Besenval
Die Regierungsratskandidaten Marianne Meister und Remo Ankli im Palais Besenval. Rechts stehts Parteipräsident Christian Scheuermeyer.
Die CVP traf sich im roten Turm
Roland Heim im Parteizentrum
Zurück im Medienzentrum
SVP-Fraktionspräsident Christian Werner
Ernst Zingg (FDP) aus Olten. Er ist zu diesen Wahlen nicht mehr angetreten.
Ein bisschen pudern
Die Sträusse für die Gewinnerinnen und Gewinner der Regierungsratswahlen liegen bereit.
Bevölkerung sowie Politikerinnen und Politiker verfolgen die Resultate auf dem Bildschirm.
Das Medienzentrum in der Reithalle
Auf diesen Bildschirmen werden die Ergebnisse angezeigt
Die Moderatoren von TeleM1
Der Bereich von SRF
Radio 32
Das Studio von Jump TV
Im Bistro der Harmonie Gerlafingen gibts Älplermagronen, Sandwichs, Kaffee, Bier und einiges mehr.

Storyparade 2017: Solothurner Regierungs- und Kantonsratswahlen 2017

Foto: Thomas Ulrich / Montage: Elia Diehl

Das Solothurner Volk hat die drei bisherigen Regierungsräte Remo Ankli (FDP), Roland Fürst und Roland Heim (beide CVP) im ersten Wahlgang bestätigt. Die zwei noch freien Sitze werden in der Stichwahl vergeben. In der Startposition sind drei Frauen von SP, Grünen und FDP. Die SVP bleibt chancenlos.

Bei einer Wahlbeteiligung von 34,7 Prozent erzielte Landammann und Bildungsdirektor Remo Ankli (FDP) mit 37'769 Stimmen das beste Resultat. Er übersprang das absolute Mehr von 30'720 Stimmen klar.

Bau- und Justizdirektor Roland Fürst (CVP) wurde mit 37'314 Stimmen im Amt bestätigt. Das Volk wählte auch Finanzdirektor Roland Heim (CVP) problemlos wieder mit 36'013 Stimmen. Die drei Regierungsräte gehören dem fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat seit 2013 an.

Wie es weiterging:

Ein historische Ergebnis im zweiten Wahlgang am 23. April 2017: Die Grünen eroberten mit Brigit Wyss erstmals einen Sitz in der Kantonsregierung. Die FDP verlor nach 65 Jahren in der Stichwahl ihren zweiten Regierungssitz. Die SP verteidigte ihren Sitz mit Susanne Schaffner.

Alle anderen fünf Kandidierenden scheiterten am absoluten Mehr. Zwei linke Frauen führen das Feld an: Kantonsrätin Susanne Schaffner (SP) gewann 26'278 Stimmen, gefolgt von Kantonsrätin Brigit Wyss mit 25'027 Stimmen.

Zwei linke Frauen vor FDP-Kandidatin

Auf dem sechsten Platz landete Kantonsrätin Marianne Meister (FDP) mit 23'826 Stimmen. Gewerbeverbandspräsidentin Meister, die bereits 2015 ohne Erfolg für den Ständerat kandidiert hatte, soll für die FDP den zweiten Regierungssitz verteidigen. Rechtsanwältin Schaffner soll den einzigen SP-Sitz halten.

FDP und SP werden mit ihren Kandidatinnen zum zweiten Wahlgang vom 23. April antreten. Auch die frühere Nationalrätin Wyss möchte in die Stichwahl steigen. Entscheiden wird jedoch die Partei. Bereits vor vier Jahren hatte Wyss im ersten Anlauf ein gutes Resultat erzielt - und stürzte in der Stichwahl ab.

SVP-Kandidat auf dem zweitletzten Platz

Eine Leidensgeschichte ohne baldiges Ende sind die Regierungsratswahlen für die solothurnische SVP. Kantonsrat Manfred Küng erhielt nur 17'355 Stimmen. Küng steht nach eigenen Angaben für einen zweiten Wahlgang zur Verfügung. Die Partei wird am Montag entscheiden.

Die SVP möchte als wählerstarke Partei im Kanton Solothurn erstmals einen Regierungssitz erobern. Nun scheiterte auch der fünfte Anlauf. Ohne Wahlchance blieb zudem Nicole Hirt (GLP) mit 14'638 Stimmen.

Der Regierungsrat setzt sich seit zwölf Jahren aus je zwei Vertretern von FDP und CVP sowie aus einem Sozialdemokraten zusammen. Die langjährigen Regierungsmitglieder Esther Gassler (FDP) und Peter Gomm (SP) stellten sich nicht mehr der Wiederwahl.

Der zweite Wahlgang für die noch zwei freien Sitze findet am 23. April statt. Die Anmeldefrist für die Kandidierenden läuft am kommenden Dienstag ab.

SP gewinnt vier Sitze im Parlament

Bei den Kantonsratswahlen erzielte die SP vier Sitzgewinne. Die CVP verlor zwei Sitze, GLP und SVP je ein Mandat. Die neue Sitzverteilung im 100-köpfigen Kantonsparlament lautet wie folgt: FDP 26 (-), SP 23 (+4), CVP 20 (-2), SVP 18 (-1), Grüne 7 (-), GLP 3 (-1), BDP 2 (-) und EVP 1 (-).

Die SP gewann in den Amteien Solothurn/Lebern, Olten/Gösgen und Dorneck/Thierstein ihre Sitze hinzu. In Dorneck/Thierstein resultierte dank einer Listenverbindung ein zusätzlicher dritter SP-Sitz, obwohl die SVP einen viel höheren Stimmenanteil und eine grössere Stimmenzahl aufwies und damit wie bisher nur auf zwei Sitze kam.

Die SP hat erstmals mehr Sitze als die CVP. Die Sozialdemokraten führten - wie zuvor die SP im Kanton Aargau - einen intensiven Telefonwahlkampf. Rund 7500 Personen wurden persönlich angerufen.

Die CVP verlor ihre beiden Sitze in den Amteien Buchegg/Wasseramt und Olten/Gösgen. Die GLP musste ihren Sitz in der Amtei Dorneck/Thierstein abgeben, die SVP in Solothurn/Lebern. (sda)

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