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Letzte Hoffnung Fundbüro

Gegenstände wie Schlüssel gehören zu den häufigsten Waren, die im Fundbüro abgegeben werden. (Symbolbild)

Gegenstände wie Schlüssel gehören zu den häufigsten Waren, die im Fundbüro abgegeben werden. (Symbolbild)

Es gibt Dinge und Orte, die so altertümlich daherkommen, wie man es sich nur vorstellen kann. Das ist kein Vorwurf, im Gegenteil. Ich finde es beispielsweise grossartig, dass es die Einrichtung des Fundbüros noch gibt.

Ein Bekenntnis, das nicht aus dem hohlen Bauch kommt. Schliesslich habe ich es in den vergangenen zehn Tagen geschafft, zwei Brillen und ein Portemonnaie zu verlieren. Was eine krasse Beschönigung ist: Ich habe die Utensilien aus Unachtsamkeit schlicht und ergreifend liegengelassen.

Nun, die Rückführungsquote der – gleichwohl – verlorenen Gegenstände ist bis dato unbefriedigend. Mehr noch: Weil sie exakt bei null liegt, ist vorläufig von einem Totalausfall beziehungsweise einem Totalschaden zu reden.

Und wenn mich gestern Morgen ein aufmerksamer Mitarbeiter der Bahngastronomie nicht auf die auf dem perfekt gebügelten weissen Tisch prangende Billig-Brille aufmerksam gemacht hätte, hätte Sehhilfe Nummer drei ebenfalls Aufnahme auf der Vermisstenliste gefunden.

Apropos: Im gleichen Zug enervierte sich ein Rentner in Wanderkluft – die sind auch in Stosszeiten gar nicht so selten – über fehlenden Platz im Restaurant-Waggon. Meine Sympathien waren angesichts seiner Reisezeit zwar nicht bei ihm.

Aber wenn er mit seiner Genervtheit mitunter hätte zum Ausdruck bringen wollen, dass die abgeschafften Wägeli allemal eine Verlustmeldung wert wären – ich hätte sie glatt unterschrieben.

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