Die Synode der reformierten Kirche Kanton Solothurn, die am Samstag in Fulenbach tagte, stand im Zeichen der Wahl des Synodalrates, der Geschäftsprüfungs- sowie der Beschwerdekommission. Alle Mitglieder wurden einstimmig bestätigt. Wiedergewählt wurden auch die Synodenpräsidentin Zsuzsa Schneider und ihr Stellvertreter Hannes Steiger. Mit grossem Applaus verabschiedeten die Synodalen Elisabeth Schenk, die über Jahre das Protokoll der Synode geführt hat. Ihre Nachfolge übernimmt Anita Knecht.
Nach 14 Jahren treten Eveline Schärli-Fluri und Susanne Rudin aus dem Synodalrat zurück. Schärli-Fluri bildete ein wichtiges Bindeglied zu den Hilfswerken und Religionsgemeinschaften im Kanton. Sie hoffe, dass diese Arbeit weiterhin gepflegt werde, erklärte sie zu ihrem Abschied. Susanne Rudi hatte das Amt der Öffentlichkeitsarbeit inne. Mit der kantonalen Website und dem Info-Blatt der Kirche setzte sie Akzente. Als Nachfolgerin wählte die Synode Sandra Knüsel-Schneider aus Büren. Die Synodale ist Aktuarin in der Kirchgemeinde Oristal und arbeitete jahrelang bei der UBS im digitalen Bereich. Neu wurde Barbara Meier (Oberbuchsiten) in die Geschäftsprüfungskommission gewählt. Im Synodalrat sitzen in der kommenden Amtszeit Werner Berger (Egerkingen), die Präsidentin Verena Enzler (Lostorf), Erich Huber (Olten), Markus Leuenberger (Stüsslingen), Barbara Steiger (Bättwil) und Sandra Knüsel-Schneider (Büren). Der siebte Sitz bleibt vakant. Feierlich wurden die Gewählten in Pflicht genommen.

Synodenpräsidentin Zsusza Schneider forderte das Parlament auf, nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten für den Synodalrat zu suchen. Gleiches sagte Verena Enzler. Die Präsidentin des Synodalrats wird in zwei Jahren 65. Sie werde 2019 zurücktreten. Sie teile dies so früh mit, damit man sich rechtzeitig nach einer Nachfolge umsehen könne.

Beliebter «Kirchenbote»

Finanzvorstand Markus Leuenberger präsentierte den Voranschlag des Finanzausgleichs und der Synode. Da gebe es keine grossen Änderungen, so Leuenberger. Einzig die Abonnementskosten des «Kirchenboten» steigen leicht an. Der Grund: In den letzten Jahren erhöhte die Post die Versandkosten, während der Zuschuss der Kantonalkirche zurückging. Thomas Rutschi, Synodaler aus Olten, forderte, man sollte eine Alternative zum «Kirchenboten» prüfen. Die Zeitung sei «gerade für kirchenferne Mitglieder» die einzige Verbindung zur Kirche, erklärte Verena Enzler. Leserbefragungen hätten gezeigt, wie sehr sie gelesen werde. Deshalb sollte man es sich gut überlegen, ob man diese Stimme in der Öffentlichkeit verlieren wolle. Die Synodalen lehnten den Antrag ab.

Angenommen wurden die Bausubventionen von 326 000 Franken, welche die Kantonalkirche 2017 an die Kirchgemeinden Gäu, Niederamt und Olten zahlt. (szr)