Kantonale Abstimmung
Lehrerverband schlägt ein Nein zum Finanzausgleich vor

Die Geschäftsleitung des Solothurner Lehrerverbandes spricht sich gegen den neuen Finanzausgleich aus, über den die Solothurner am 30. November abstimmen.

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Eine Schülerpauschale wirke zwar auf den ersten Blick bestechend, könne aber «unter gewissen Umständen grosse Nachteile für die Schule haben», so der Lehrerverband. (Symbolbild)

Eine Schülerpauschale wirke zwar auf den ersten Blick bestechend, könne aber «unter gewissen Umständen grosse Nachteile für die Schule haben», so der Lehrerverband. (Symbolbild)

Keystone

Dies vor allem, da die bisherige, von der Steuerkraft einer Gemeinde abhängigen Subvention der Lehrerbesoldung durch eine Schülerpauschale abgelöst wird. Dies schreibt LSO-Präsidentin Dagmar Rösler in einer Mitteilung an die Verbandsmitglieder.

Eine Schülerpauschale wirke zwar auf den ersten Blick bestechend, könne aber «unter gewissen Umständen grosse Nachteile für die Schule haben». Bei knappen Finanzen in einer Gemeinde müsse etwa befürchtet werden, dass die Klassengrössen tendenziell ansteigen werden. Denn indem die Gemeinden an die obere Grenze gehen, können sie sich Aufwendungen sparen und das Budget verbessern, da sie dennoch die volle Subvention je Schulkind erhalten.

Zudem könnten aufgrund der Berechnungsmethode der Schülerpauschale vor allem Lehrkräfte mit einer grösseren Anzahl von Dienstjahren bei der Suche nach einer Stelle benachteiligt sein, da ihre Anstellung für die Gemeinde aus finanziellen Gründen uninteressant ist. «Eine Tendenz jüngere (billigere) Lehrpersonen gegenüber älteren zu bevorzugen, ist nicht auszuschliessen.» (szr)

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