Gegen Volksinitiative
Lehrer-Verband spricht sich für Lehrplan 21 aus

Der Verband der Lehrerinnen und Lehrer Solothurn (LSO) hat bei den Verbandsmitgliedern eine interne Abstimmung zur Volksinitiative «Ja zu einer guten Volksschule ohne Lehrplan 21» durchgeführt. 69,3 Prozent lehnen die Initiative ab und sprechen sich damit für den Lehrplan 21 aus.

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Der Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn spricht sich gegen die Volksinitiative aus.

Der Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn spricht sich gegen die Volksinitiative aus.

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Knapp 23,9 Prozent unterstützen die Initiative und 6,8 Prozent sind weder für noch gegen die Initiative. Der LSO vertritt 80 Prozent der insgesamt 3250 Lehrerinnen und Lehrer der Primarschule und der Sekundarstufe I, nämlich 2624 Lehrpersonen. An der Abstimmung des LSO beteiligt haben sich 1202 Lehrkräfte, was einem Rücklauf von 47 Prozent entspricht.

In einer Medienmitteilung, die das interne Abstimmungsergebnis begleitet, nimmt die Verbands-Spitze im Detail Stellung zur Volksinitiative – und spricht sich für die Einführung des harmonisierten Deutschschweizer Lehrplans in Soloturn aus. «Der Lehrplan 21 harmonisiert die Bildungsziele der Volksschule in der Deutschschweiz», begründet der LSO seine Haltung. In die Erarbeitung des Lehrplans seien neben den 21 Kantonen auch Lehrerorganisationen und zahlreiche aktive Lehrpersonen einbezogen worden.

Für den Lehrplan 21 spreche auch, dass er flexibel sei und in einem bestimmten Rahmen den kantonalen Eigenheiten angepasst werden kann. Der Lehrplan 21 sei zudem ein praxistaugliches Instrument für die Arbeit in der Volksschule, gleichsam ein «Kompass» für die Unterrichtsgestaltung. Die Kompetenzorientierung des Lehrplans 21 bezeichnet der LSO als eine «sinnvolle Weiterentwicklung der Lernzielorientierung». Und: «Der Aufbau von Wissen bleibt nach wie vor ein zentraler Bestandteil jeglichen Unterrichts.» (esf)

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