Legislaturende
Letzte Sitzung des «alten» Solothurner Kantonsrats: Mit warmem Applaus, aber ohne Apéro für die Abtretenden

Mit der Kantonsratssitzung am Mittwochnachmittag ging die Legislatur 2017/21 zu Ende. Ratspräsident Hugo Schumacher verabschiedete 14 Kolleginnen und Kollegen, die es am Sonntag nicht mehr wissen wollen.

Urs Moser
Merken
Drucken
Teilen
Kantonsratspräsident Hugo Schumacher

Kantonsratspräsident Hugo Schumacher

Tom Ulrich

Mit der Kantonsratssitzung am Mittwoch ging auch die Legislaturperiode 2017/21 zu Ende. Und für 14 Ratsmitglieder ihre Laufbahn im Parlament. Am kommenden Sonntag stellen sich folgende Kantonsrätinnen und Kantonsräte nicht mehr zur Wiederwahl: Von der FDP Hans Büttiker (Dornach), Karin Büttler (Laupersdorf), Verena Meyer (Buchegg), Andreas Schibli (Olten) und Heiner Studer (Nunningen); von der SVP Peter M. Linz (Büsserach) und Christian Werner (Olten); von der CVP Peter Brotschi (Grenchen), Alois Christ (Mümliswil), Dieter Leu (Rickenbach) und Josef Maushart (Solothurn); von der SP Mara Moser (Däniken), Stefan Oser (Hofstetten-Flüh) und Anna Rüefli (Solothurn).

Coronabedingt konnten sie nur mit einem profanen Dank von Ratspräsident Hugo Schumacher und einem warmen Applaus verabschiedet werden, der übliche Apéro musste ausfallen. Sein Antrittsbesuch bei der Regierung sei auch ziemlich trocken ausgefallen, vertröstete der Ratspräsident seine Kolleginnen und Kollegen.

Hugo Schumacher lieferte in seiner Schlussansprache einige Zahlen zur abgelaufenen Legislatur: 28 Sessionen mit 82 Sitzungshalbtagen, an denen 783 Geschäfte behandelt wurden, die in 248 Kommissionssitzungen vorberaten worden waren. Darunter – was vor der Coronapandemie noch nie vorgekommen war – 17 Notverordnungen der Regierung, die das Parlament zu sanktionieren hatte. «Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung», hielt es Schumacher mit Heraklit. Die Aufgabe des Kantonsrats sei es, diesen Wandel für den Kanton bestmöglich zu bewältigen. Und er stellte fest: Der Wille dazu sei die gemeinsame Basis über alle Parteigrenzen hinweg.