Kanton Solothurn
«Land unter» - für kurze Zeit stand der Bahnhof Olten unter Wasser

Bei dem heftigen Gewitter am Donnerstagabend wurde die Unterführung am Oltner Bahnhof überschwemmt. Mittlerweile ist die Passage wieder trocken und die Geschäfte sind geöffnet. Nur ein Personenlift ist noch ausser Betrieb.

Urs Huber
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Die überschwemmte Martin-Diestli-Unterführung

Die überschwemmte Martin-Diestli-Unterführung

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Aufgrund der zum Teil heftigen vorüberziehenden Gewitter, welche am Donnerstagabend von Starkregen begleitet wurden, gingen auf der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn am Donnerstagabend zwischen 20.45 Uhr und Mitternacht gegen 25 Meldungen über Wassereinbrüche in Liegenschaften ein. Kurzfristig konnte auch aus einigen Unterführungen das Wasser nicht mehr abfliessen.

Dies zog entsprechende Feuerwehraufgebote nach sich. Verletzte Personen oder andere nennenswerte Zwischenfälle gab es nach derzeitigen Kenntnissen nicht. Besonders betroffen vom Starkregen war die Region Fulenbach-Boningen-Olten-Trimbach-Starrkirch-Wil und Dulliken.

Betriebs- und Feuerwehr im Einsatz

So viel gemäss Polizeimeldungen in aller Kürze zu den Wetterkapriolen vom Donnerstag. Zu den vom Wasser beeinträchtigten Unterführungen gehörte auch jene im Bahnhof Olten, wo das Wasser teilweise fast knöchelhoch stand und den Passantinnen und Passanten so etwas wie «Bassin-Feeling» vermittelte. Wie die Medienstelle der SBB auf Anfrage verlauten liess, stammte das Wasser vom eigentlichen Perrondach.

«Die Abläufe der Dachtraufen vermochten die enormen Wassermengen, die in relativ kurzer Zeit niedergingen, nicht mehr zu schlucken. So geriet das Wasser schliesslich in die Unterführungen, wo die Schäden zwar gering blieben, aber doch praktisch alle Betriebe betrafen. Um den Wassermassen Herr zu werden, rückten schliesslich Betriebswehr und städtische Feuerwehr aus. Das Wasser wurde abgepumpt.

Wieder geöffnet

Freitag aber waren die Läden in der Unterführung wieder geöffnet. Es sei jedoch schwierig abzuschätzen, wann der beschädigte Personenlift wieder in Betrieb genommen werden könne. Es hänge davon ab, wie rasch notwendige Ersatzteile eintreffen würden, so die Medienstelle der SBB auf Anfrage.