Kunstturner-Vereinigung
Kunstturnen ist und bleibt Spitzensport

Der Rück- und Ausblick der Kunstturner-Vereinigung des Kantons Solothurn (KVKSO) wird traditionsgemäss jeweils zu einem Stelldichein der Generationen und der Prominenz aus Politik und Sport.

Walter Ernst
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Auf dem Podest (v.l.) der Technische Leiter Daniel Stöckli, die geehrten David Fürst, Benjamin Grischard, das Ehrenmitglied Thomas Stüdeli, Simon Nützi und Präsident Tino Ettore.

Auf dem Podest (v.l.) der Technische Leiter Daniel Stöckli, die geehrten David Fürst, Benjamin Grischard, das Ehrenmitglied Thomas Stüdeli, Simon Nützi und Präsident Tino Ettore.

Walter Ernst

So war es dann auch an der 96. Generalversammlung im Oberstufenzentrum Derendingen-Luterbach. Der mit Leidenschaft und Ausstrahlung seines Amtes waltenden Präsidenten, Tino Ettore, konnte neben der Turnerschar auch Politprominenz begrüssen. So unter anderem den Kantonsratspräsidenten Ernst Zingg in Begleitung von Regierungsrat Remo Ankli, Nationalrat Kurt Fluri sowie die beiden Gemeindepräsidenten Kuno Tschumi (Derendingen) und Michael Ochsenbein (Luterbach).

«Erfreut über das 2014»

Der Präsident stellte in seinem Jahresbericht fest, dass auch das Jahr 2014 in mancherlei Hinsicht ein sehr erfolgreiches war, und zwar auf und neben den Wettkampfplätzen. «Junge und hoffnungsvolle Turner wachsen heran. Die Trainer sind gefordert, diese an ihr gewünschtes Ziel zu bringen». Der höchste Kunstturner kommt zum Schluss, dass die Vereinigung beste Werbung in eigener Sache gemacht zu haben, nämlich für das Kunstturnen.

Wer den Worten des Technischen Leiters Daniel Stöckli sein Gehör schenkte, hat dem zweifellos nichts mehr beizufügen. Nils Haller und Simon Nützi gehören weiterhin dem Nationalkader an. «Ein Highlight gab es für den jungen Benjamin Gischard (erweitertes Nationalkader), der sich 2014 in das Nationalkaderteam emporarbeitete, dem auch David Fürst angehört», so Stöckli. «Das Kunstturnen ist nicht nur Spitzensport, sondern zählt zu den trainingsintensivsten Sportarten.» Da beginne der Spitzensport bereits ab dem neunten Altersjahr. Gefordert sei deshalb nicht nur der Athlet, sondern die Eltern, die Schule sowie das persönliche Umfeld. «Sorgenkind ist die Nachwuchserfassung, da wir praktisch nur noch lokale junge Talente erfassen können. Ziel muss es deshalb sein, Vereine zu finden, die ein Training anbieten», bringt es Stöckli auf den Punkt.

Die durch Claudia Bitterli präsentierte Rechnung schloss mit Mehreinnahmen 7946 Franken ab. Für das laufende Jahr ist ein Gewinn von 10538 Franken budgetiert. Dies bei unveränderten Mitgliederzahlen.

«Ein wenig stolz sein»

Kultur- und Bildungsdirektor Regierungsrat Remo Ankli zeigte sich in seinem Grusswort erfreut, dass der Finanzhaushalt stimmt und die Mitgliederbeiträge nicht erhöht werden müssen. «Bei einem Blick in den Jahresbericht des Präsidenten erkennt man, dass die Kunstturner berechtigten Grund haben, ein wenig stolz zu sein. David Fürst erhielt im vergangenen Jahr den Sportpreis des Kantons Solothurn. Sie waren erfolgreich an den Schweizermeisterschaften sowie an der WM in China vertreten. Wenn man im Kunstturnen erfolgreich sein will, braucht man eine Portion Mut, Willen, Ehrgeiz und Selbstbeherrschung. Aber auch im Kopf muss es stimmen», so Remo Ankli.

Die Rangliste der erfolgreichsten Solothurner Kunstturner wird angeführt von Benjanin Gischard mit 1341 Punkten vor Simon Nützi 1116 und David Fürst 558.

Philipp Jehle, Kaya Lafranchi sowie Andrea Hegi wurden in neue Funktionen innerhalb des KVKSO gewählt. Das Jahresprogramm mit Ausblick auf das Jahr 2016 mit der Kunstturn-EM in Bern (25. Mai bis 5. Juni ) wurde genehmigt.

Die Ehrungen wurden abgeschlossen mit der Verleihung der Verdienstauszeichnung an Kurt Baumgartner, die Ernennung von Hans Friedli zum Freimitglied und schliesslich mit dem Höhepunkt, nämlich der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Thomas Stüdeli, dem Cheftrainer des RLZ. Alexander Stüdeli würdigte in der Laudatio die Verdienste des Bellachers, der mit seinem Engagement wesentlich zum Aufschwung der Vereinigung beitrug.