Datenbank
Künstlerdokumentation wurde auf dem Stand von Ende 2016 «eingefroren»

Urs Byland
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Neue Künstler werden nicht mehr in die Datenbank aufgenommen. (Symbolbild)

Neue Künstler werden nicht mehr in die Datenbank aufgenommen. (Symbolbild)

Keystone

Die kantonale Künstlerdokumentation wurde per Ende 2016 eingestellt. Das liest der Interessierte, wenn er auf der Internetseite (www.sokultur.ch) Wissenswertes zu den Künstlerinnen und Künstlern im Kanton Solothurn abrufen will. Zwar bleibe die Online-Datenbank weiterhin bestehen und zugänglich. Die Adressangaben der Kulturschaffenden werden zwar auch künftig aktualisiert. Aber neue Künstler werden nicht mehr erfasst.

Auf Nachfrage macht die neue Leiterin des Amtes für Kultur und Sport, Eva Inversini, auf die entsprechenden Informationen des Kantons zur Einstellung des Dienstes aufmerksam. Bereits im letzten Herbst wurden – noch vom alten Leiter des Amtes, Cäsar Eberlin – alle in der Datenbank erfassten Kulturschaffenden informiert.

Die in den 90er-Jahren entstandene Künstlerdokumentation, die gemeinsam mit der Zentralbibliothek Solothurn betrieben wurde, könne nicht mehr weitergeführt werden, hiess es da. Die Dokumentation habe grossen Anklang gefunden und sei auf drei Kunstdisziplinen (Bildende Kunst, Fotografie und Literatur/Sachbücher) ausgeweitet worden. Viele Anregungen hätten aber nicht umgesetzt werden können, weil die Ressourcen fehlten.

Datenbanken im Internet

Cäsar Eberlin verwies in seinem Schreiben an die Kunstschaffenden darauf, dass sich im Internet Angebote etabliert hätten, die diese Dokumentationsfunktion besser und spezifischer erledigen könnten. Als Beispiele nennt er Datenbanken und Informationsplattformen von Verbänden, Stiftungen etc. Er erwähnt aber auch, dass etliche Kulturschaffende eigene Internetseiten betreiben. Deshalb werde die Datenbank des Kantons auf dem Stand Ende 2016 verbleiben.

Eingestellt wurde auch die Aufbereitung eines Ausstellungskalenders, «da heute eine Vielzahl an umfassenden Veranstaltungskalendern im Internet zur Verfügung stehen», wie das Amt für Kultur und Sport im Informationsblatt Kulturzeiger 8/16 schrieb.