Kunstmuseum Solothurn

Kunstgegenstände selber auswählen: Ausstellung geht in die zweite Runde

Die «Mitbestimmungs»-Ausstellung im Grafischen Kabinett des Kunstmuseums Solothurn «Zusammenhänge zusammen hängen» geht in die zweite Runde. Sie dauert bis in den September.

Seit anfangs Juni die Ausstellung «Zusammenhänge zusammen hängen» mit einer ersten Hängung im Grafischen Kabinett des Kunstmuseums Solothurn gestartet wurde, konnte das Publikum per Click bei der Auswahl für die zweite Runde der Hängung aus einer Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen aus der Sammlung des Kunstmuseums mitbestimmen. Es ist das Konzept dieser aussergewöhnlichen Schau, dass schwerpunktmässig Papierarbeiten der Solothurner Sammlung auf diese Weise in immer neuen Kombinationen zu sehen sind. Drei Mal soll sich die Ausstellung insgesamt verändern; nun wird morgen Samstag die zweite «Runde» der Ausstellung mit einer Vernissage und öffentlichen Führung gezeigt.

Viele neue, teils vom Publikum gewünschte, aber auch von den Kuratorinnen selbst ausgewählte Werke wurde von Anna Bürkli und Patricia Bieder in die «Grundhängung» eingebaut, damit modifiziert und angepasst. «Teilweise wurden Positionen der Werke verändert, andere wurden ganz ersetzt», sagt Bürkli. «Ein Teil der Ausstellung wurde im Gesamten neu gestaltet.» Es sei erfreulich und interessant, wie sich das Publikum per Click bisher beteiligt habe und dass dank dieser «Mitarbeit» auch neue, unerwartete Zusammenhänge zwischen einzelnen Kunstwerke entdeckt worden seien, sagt auch Patricia Bieder.

Bis zum 2. September

Diese zweite Hängung ist nun bis zum 2. September zu sehen und wiederum kann demokratisch per Click weitere Werke für die kommende, dritte Hängung ausgesucht werden. Ab 8. September werden dann die «Zusammenhänge» ein drittes Mal neu zusammengestellt. Zu Ende wird diese sich wandelnde Ausstellung am 21. Oktober gehen. Mit diesem «demokratischen» und zeitgemässen Ausstellungskonzept wird auf die reiche und umfassende Sammlung des Kunstmuseums Solothurn aufmerksam gemacht.

Viel weiter gekommen sei man auch in der Online-Erfassung der Sammlungsbestände, erklärt die Beauftragte dafür Patricia Bieder. Inzwischen sind bereits über 900 Werke via Homepage von zuhause aus bequem abruf- und einsehbar.

Am Samstag, 21. Juli findet um 16 Uhr die Vernissage mit einer öffentlichen Führung durch die neu konzipierte Ausstellung statt; gefolgt von einem kleinen Apéro.
Weitere Infos gibt es hier.

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