Auszeichnung
Kulturvermittler Peter Jeker bekommt den Solothurner Kunstpreis 2013

Der Solothurner Regierungsrat hat dem Kulturvermittler Peter Jeker aus Langendorf der mit 20 000 Franken dotierte Kunstpreis 2013 des Kantons zugesprochen. Acht Kunstschaffende erhalten Auszeichnungspreise, ein Berner bekommt einen Anerkennungspreis.

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Peter Jeker im Jahr 2009, als er noch Zeichnungslehrer an der Kantonsschule war. 40 Jahre hat er dort unterrichtet.

Peter Jeker im Jahr 2009, als er noch Zeichnungslehrer an der Kantonsschule war. 40 Jahre hat er dort unterrichtet.

Oliver Menge

In seiner Begründung zur Auszeichnung hält das antragsstellende Kantonale Kuratorium für Kulturförderung fest: «Peter Jeker ist seit vielen Jahren eng mit dem Kunstschaffen im Kanton Solothurn verbunden; als Lehrer, Kunstkenner und Kulturvermittler. Nicht nur, dass er vielen Kunstschaffenden als Zeichenlehrer an der Kantonsschule Solothurn das Bildnerische Gestalten näher gebracht hat oder von 1993 bis 2003 im Kuratorium für Kulturförderung grosse Wirkung auf das kantonale Kunstschaffen hatte. Der Langendörfer engagiert sich nach wie vor in Führungen, Referaten und Reden als Kulturvermittler und schafft es, Kunst verständlich, nachvollziehbar und spannend zu machen.»

Als Träger der mit je 10‘000 Franken dotierten Auszeichnungspreise wurden bestimmt:

Thomas Hauert, Tänzer, wohnhaft in Brüssel (Preis für Tanz) Er gehört zu den Solothurner Tänzern, die den Sprung auf die Weltbühne geschafft haben. Nach der Ausbildung in Rotterdam und drei Jahren als Mitglied der Company Rosas gründete er 1997 die eigene «Company ZOO» in Brüssel.
10 Bilder
Thomas Hauert in Aktion Hauert hat seit 1997 fünfzehn abendfüllende Stücke geschaffen, die in 28 Ländern gezeigt wurden. Regelmässig tritt der internationale Tänzer aber auch in seiner Heimat, am Festival «Tanz in Olten», auf.
Robert Rüegg, Kulturvermittler aus Breitenbach (Preis für Kulturvermittlung) Seit 1970 lotete er die Grenzen der Kulturvermittlung einer kleinen Region aus, und es steigerte sich die Zahl der Veranstaltungen – klassische Konzerte, Jazz, Pop, Theater, Kabarett und mehr – auf jährlich 10 bis 14 Anlässe.
Jürg Hugentobler, Installationskünstler aus Solothurn (Preis für Bildhauerei) «Seine Fotoarbeiten schafften vermeintliche Innenansichten kahler, leer stehender Betonbauten, indem der Solothurner Verpackungsmaterial entsprechend schichtet und ablichtet», schreibt das Kantonale Kuratorium.
Olivier JeanRichard, Tonoperateur aus Solothurn (Preis für Film) «In der Branche ist der Solothurner begehrt, denn er liest das Drehbuch, setzt sich mit dem Inhalt auseinander, macht eigene Vorschläge und setzt mit seinen Toninhalten Akzente», so das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung .
Anton Krapf, Dirigent aus Mümliswil (Preis für Musik) «Er ist nicht nur leidenschaftlicher Musiker, wenn er etwa Singspiele für Jubiläen arrangiert und komponiert. Er ist als Musiklehrer, als Gründer der Kulturkommission Mümliswil oder als Mitinitiant des Musikwettbewerbs Laupersdorf auch Förderer.»
Annatina Graf, Malerin, Zeichnerin, Videokünstlerin (Preis für Malerei) «In ihren Arbeiten – ob Malerei, Zeichnung oder Videoinstallation – greift die Wahlsolothurnerin auf ihre eigene Biografie zurück. Sie verwendet diese als Vorlage, legt sie aber nur teilweise frei.»
Ruedi Stuber (mitte), Liedermacher aus Riedholz (Preis für Literatur) «Was er sieht und erlebt, verdichtet er zu Geschichten, die er zumeist musikalisch vorträgt. Inzwischen liegen mehr als 150 Lieder vor, die er in fünf Programmen mit Auftritten und auf Tonträgern unter das Volk bringt.»
Oskar Fluri, Bühnenbildner aus Bolken (Preis für Bühnenbild) «Seit über 30 Jahren schafft Fluri eindrückliche Bühnenbilder. Erst für die Theatergruppe «sine nomine», dann für das Freilichtspiel am Burgäschisee und im Passionsspielhaus Selzach, wo er legendäre Bühnenbilder schuf.»
Oskar Fluri entwarf beispielsweise das Bühnenbild zu «Hoffmanns Erzählungen» der letztjährigen Selzacher Sommeroper. «Er versteht es hervorragend, die Zuschauer zu intimen Augenzeugen dessen zu machen, was auf der Bühne geschieht, und verbindet Formschönheit und Multifunktionalität.»

Thomas Hauert, Tänzer, wohnhaft in Brüssel (Preis für Tanz) Er gehört zu den Solothurner Tänzern, die den Sprung auf die Weltbühne geschafft haben. Nach der Ausbildung in Rotterdam und drei Jahren als Mitglied der Company Rosas gründete er 1997 die eigene «Company ZOO» in Brüssel.

Zur Verfügung gestellt

Wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch weiter heisst, erhält Philipp Abegg aus Bern auf Antrag der Staatskanzlei einen Anerkennungspreis von 10‘000 Franken für sein Engagement um die Solothurner Industriegeschichte. Abegg leiste als Präsident der Stiftung Bally Familien- und Firmengeschichte mit der Ballyana Sammlung Industriekultur einen wichtigen Beitrag an den Erhalt der Solothurner Geschichte, schreibt das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung in seiner Begründung. «Der Berner bewahrt und vermittelt das Erbe der Industriegeschichte im Kanton Solothurn am Beispiel der Firma Bally in der Region Schönenwerd in vorbildlicher Weise.» Als Vizepräsident des Museumsverbunds Musesol engagiere sich Philipp Abegg auch für die Interessen der ganzen Solothurner Museums- und Kulturlandschaft.

Die öffentliche Übergabefeier findet am Montag, 18. November 2013, 18.30 Uhr, im Stadttheater in Olten statt.

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