Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts. Es ist das politische Thema der Legislatur: Die Steuervorlage 17. Heiss diskutiert werden ihre Folgen auf den Kanton: Steuerausfälle, Sparpakete und vielleicht sogar Steuererhöhungen. Und das alles in einem Kanton, der von Nationalbankausschüttungen und vom Finanzausgleich lebt. Die Frage ist nur: Ist dies den Solothurner Kantonsräten bewusst? Diese Woche haben sie gleich doppelt entschieden, Geld auszugeben. Verfügungen der Ämter sollen nur eingeschrieben zugestellt werden, nicht mehr mit A-Post plus (130'000 Franken Mehrausgaben) und Sek-P-Schüler erhalten Zuschüsse an die Transportkosten (plus 145'000 Franken). Vielleicht ist das halt doch eine vorausschauende Politik: Man weiss jetzt schon, was man beim nächsten Sparpaket gleich wieder streichen kann. (lfh)

Wer ernten will, muss säen. Das sieht auch Bildungsdirektor Remo Ankli so, wenn es um Bildungsinvestitionen und die Sicherung des Berufsnachwuchses geht. An der Eröffnung der Erlebnisschau tunSolothurn.ch fand er aber unvermutet noch einen anderen Zugang zu dieser Binsenwahrheit – nämlich jenen zur Steuervorlage 17. Auch hier müsse man einen Aufwand leisten, bevor man einen Nutzen habe. Was dies in Bezug auf die kantonale Umsetzung der nationalen Vorlage tatsächlich bedeutet, hätte die versammelten Unternehmer brennend interessiert. Ketzerische Frage am zum Schluss deshalb: Hat der Kanton überhaupt Saat in der Hand? (bbr.)