Als «Depp» soll die Urner Regierungsrätin und Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen an einem Podium einen hartnäckigen Fragesteller bezeichnet haben. Der Betroffene ist in Solothurner CVP-Kreisen kein Unbekannter: Peter Henzi heisst er und ist Präsident der CVP 60+. Dass der Bellacher zu einem Geschäft noch etwas zu sagen hat, ist an Solothurner CVP-Delegiertenversammlungen eigentlich fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Kein Solothurner CVP-ler würde Henzi wohl je beschimpfen, hat er sich doch um die Partei verdient gemacht. Aber der eine oder andere, der Henzis Voten hörte, könnte für Z’graggen vielleicht «mildernde Umstände geltend machen». (lfh)

Das Heu haben sie nicht auf der gleichen Bühne. Für viele SVP-ler ist SP-Kantonalpräsidentin Franziska Roth im wahrsten Sinn des Wortes ein rotes Tuch. Manchmal aber schliessen auch eingefleischte SVP-ler den politischen Gegner ins Herz. So geschehen diese Woche an der SVP-Parteiversammlung. 30 angefragte Personen, darunter vorwiegend FDPler, hätten Anfragen für Podien zur Selbstbestimmungsinitiative abgelehnt, man verweigere die Diskussion, kritisierte SVP-Kantonalpräsident Christian Imark. Es gebe nur eine Ausnahme: Als Imark erklärte, einzig Roth habe ohne zu zögern sofort zugesagt, brandete bei den SVPlern Spontanapplaus für die SP-Präsidentin auf. (lfh)

Franziska Roth

Franziska Roth

Bessere Angebote im öffentlichen Verkehr, dafür setzen sich die Regionalpolitiker üblicherweise mit Verve ein. Es gibt Ausnahmen. «Wir werden uns gegen diese Steuergeldverschwendung zur Wehr setzen», kündigt der Solothurner FDP-Kantonsrat und Ypsomed-Chef Simon Michel in den sozialen Medien an. Es geht um den Viertelstundentakt des «Bipperlisi». Dieser würde nicht nur den gesamten Individualverkehr nach Solothurn zum Erliegen bringen, er sei auch völlig unnötig, so Michel. Und er fragt sich, ob «die Herren aus Bern» wirklich schon einmal mit dem Bähnli gefahren sind. (mou)

Portrait Simon Michel, CEO Ypsomed

Simon Michel

Portrait Simon Michel, CEO Ypsomed