Recht gehabt.

Er hat 1984 den Berner Finanzskandal ins Rollen und Regierungsräte zu Fall gebracht. Später, als Berner Nationalrat, deckte Rudolf Hafner weitere Ungereimtheiten auf. Im Solothurner Kantonsrat backte der höchst integre Mann aus Dornach von 2013 bis 2017 zwar – im Vergleich mit seiner Vergangenheit – kleinere Brötchen. Seinen guten Riecher in Finanzfragen behielt er aber. Schon 2016 warnte Hafner, dass das Landesstreik-Theater in Olten den Kanton noch teurer kommen könnte als die gesprochenen 0,5 Mio. Franken. Damals wiegelte die Regierung ab. Diese Woche schoss sie aus dem Lotteriefonds 330'000 Franken ans defizitäre Projekt nach. Im eigenen Land gilt auch der kundigste Prophet offenbar nichts. (lfh)

Recht deutlich.

Wie ein Fisch im Wasser fühle er sich im Bundeshaus, kündigte FDP-Nationalrat Kurt Fluri diese Woche seine erneute Kandidatur an. Der Langzeit-Stadtpräsident von Solothurn tritt damit für eine fünfte Legislatur in Bundesbern an. Fluris Aussage dürfte potenziellen Nachfolgern jegliche Hoffnung nehmen, noch zu dessen Lebzeiten irgendwann nachrücken zu können – ist doch noch kein Fisch je lebendig aus dem Wasser gekommen. (lfh)

Rechter

Franz Schilt, verdienter Bürgergemeindepräsident von Grenchen, galt eigentlich als Mann der FDP. In einem Leserbrief aber äusserte er sich nun pro Selbstbestimmungs-, Masseneinwanderungs- und Durchsetzungs-Initiative. Haben wir uns in Schilds Parteizugehörigkeit getäuscht? Oder lag doch der SRF-Dokfilm über Grenchen recht, der fand, in Grenchen seien aufgrund der Nachwirkungen der Globalisierung einfach alle ein wenig weiter rechts? (lfh)