Ausgejasst Nun ist der Bischofsjass entschieden – der Teppich kann versorgt werden: Pirmin Bischof will nun also doch nicht Bundesrat werden. Und dies mit durchaus edlen Vatermotiven. Umgekehrt wissen wir nun: Mindestens einer der Ständeherren wird im nächsten Jahr wieder antreten. «Ich bin mit grosser Begeisterung und Stolz Ständerat», sagte Bischof zu seiner wohlüberlegten Bundesratsabsage auch noch. Nun fehlt nur noch ein Rauchzeichen von Roberto Zanetti. Gut möglich, dass er die Genossinnen und Genossen am Parteitag nächster Woche zu Erstempfängern seiner Botschaft machen wird. (bbr.) 

Ausgefragt So hoch die Wellen über die Verwendung des Solidaritäts-Fünflibers im Kanton auch gehen – der Regierungsrat zeigt sich bisher relativ unbeeindruckt vom Seegang. Jedenfalls schickte er diese Woche seine Medienbeauftragte vor, um zu verkünden, es sei alles in bester Ordnung. So habe die Finanzkontrolle befunden. Nun, ein paar Fragen gäbe es schon noch an den obersten Personalchef, Finanzdirektor Roland Heim. Zum Beispiel, wie der Regierungsrat seine Rolle als Arbeitgebervertreter in der Gesamtarbeitsvertrags-Kommission wahrnimmt. Und wie intensiv die extensive Auslegung des GAV in der Kommission betrieben wird. (bbr.)

Ausgedacht Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass sich ein links-grüner Politiker freiwillig für den Ausbau von Autobahnen einsetzt. Doch manchmal treibt es die seltsamsten Blüten, wenn Politiker händeringend nach Argumenten für ihre Anliegen suchen. Ein Beispiel diese Woche: SP-Nationalrat Philipp Hadorn. Er fordert vom Bundesrat, dass die A1 im Gäu untertunnelt werde. Geschehe dies nicht, gäbe es Einsprachen. Alleine 300 Millionen Franken würde der «Stauschaden» aus den Verzögerungen dann jährlich kosten.
Stau schadet der Wirtschaft, es braucht deshalb einen Ausbau auf den Strassen: Mit diesem Argument, Herr Hadorn, werden Sie Ihre politischen Gegner bei anderer Gelegenheit mit Genuss zitieren. (lfh)