Aus einem EU-Land zugewanderte Leute wollten die Schweiz schrittweise zu einem EU-Mitglied machen. Diesen Verdacht gegenüber CVP-Kantonsrat und Fraisa-Chef Josef Maushart äusserte SVP-Nationalrat Walter Wobmann diese Woche in dieser Zeitung. Ganz nach dem Motto: Wer nicht schon seit Adam und Evas Zeiten Schweizer war, ist verdächtigt, zur fünften Kolonne zu gehören, die als «Schläfer» auf eine Gelegenheit zum Umsturz wartet. Dabei profitiert Wobmann, ein gebürtiger Entlebucher, selber von der Gnade seiner späten Geburt: Vor ein paar Jahrhunderten galten die Entlebucher nämlich als «Katzenstrecker» sogar im eigenen Kanton nur als halbe Luzerner. Und Wobmanns Wohnsitznahme in Gretzenbach wäre seinerzeit möglicherweise daran gescheitert, dass man im Solothurnischen nicht erpicht darauf gewesen ist, Luzerner Wirtschaftsflüchtlinge aufzunehmen. (ums.)

Kurt Fluri gibt es doppelt. Der Stadtsprecher der Partnerstadt Heilbronn, Anton Knittel, gleicht dem Solothurner Stadtpräsidenten und FDP-Nationalrat fast aufs Haar, wie das Foto zeigt. Das eröffnet FDP-Präsident Stefan Nünlist neue Perspektiven. Er wollte Fluri ja als Bundesratskandidaten ins Gespräch bringen, erntete aber eine klare Absage. Warum nicht die Fühler nach Heilbronn ausstrecken, vielleicht klappts mit dem doppelten Fluri. Doppelbürgerschaften, wie man weiss, sind für den Bundesrat schliesslich kein Problem. Und wenn nicht gleich Bundesrat, könnten die Freisinnigen ja auch noch einen zugkräftigen Ständeratskandidaten gut gebrauchen. (mou)

Die CVP Schweiz hat angekündigt, dass ihre potenziellen Bundesratskandidaten einer gnadenlosen Durchleuchtung unterzogen werden sollen. Dies würde auch für den Solothurner Ständerat Pirmin Bischof gelten, der als Kandidat gehandelt wird. Vielleicht ist dies der wahre Grund, weshalb Bischof die Flucht nach vorne angetreten und sein bisher bestgehütetes Geheimnis gelüftet hat: dass er nämlich inzwischen ... Vater einer zweiten Tochter ist. (ums.)