Der Regen in den vergangenen Tagen führte zu einem Pegelanstieg der Flüsse. Die Wasserstände sind momentan noch relativ hoch. Die Kraftwerke im Kanton Solothurn - Flumenthal, Gösgen und Ruppoldingen - können davon aber nicht profitieren und mehr Strom produzieren. Im Gegenteil, denn mit der grossen Menge an Wasser kommen sie an ihre Grenzen. Für die kommenden Tage wurde nun erneut Regen angekündigt.

Laut Alpiq ist die aktuelle Wasserfracht zu gross, um für die Stromproduktion vollständig genutzt werden zu können. Rund die Hälfte des Aareabflusses gehe derzeit ungenutzt über die offenen Wehre, heisst es bei der Medienstelle auf Anfrage.

Die Kraftwerke selbst weisen wegen des Hochwassers ein kleineres Gefälle auf. Unterhalb des Kraftwerks ist der Flusspegel nun höher. Aus diesem Grund sinkt die Stromproduktion. «Zudem haben wir Mehraufwand, um die Kraftwerke am Laufen zu halten und müssen rund um die Uhr aufwändig Schwemmholz entfernen», gibt Mediensprecher Richard Rogers Auskunft. In den letzten Tagen hätte man etwas weniger Strom als im Durchschnitt gewonnen.

Angespannte Situation bleibt bestehen

Der Wetterbericht kündigt weitere Regenfälle an. Die Situation in den Flüssen bleibt dadurch angespannt. Die Kraftwerke hätten aus diesem Grund finanzielle Einbussen, so Rogers. «Durch die Schichtarbeit haben wir Mehrwertskosten von mehreren 100'000 Franken.» Momentan liefen die Aare-Kraftwerke nicht im Optimalbetrieb.

Ein guter Strommix für die sichere Versorgung der Schweiz sei wichtig. Nun würden die Speicher- und Kernkraftwerke in die Bresche springen.