Hamme mit Salat, Fondue chinoise mit Gemüse und Kroketten oder Kaninchen mit Kartoffelstock. Diese Gerichte stehen an Weihnachten auf vielen Esstischen. Die meisten Solothurner feiern, wie es der westliche Brauch will. «Wir essen mit der ganzen Familie, wir singen unter dem Tannenbaum Weihnachtslieder und dann erhalten die Kinder ihre Geschenke.» Dies sagen bei einer Umfrage in der Stadt Solothurn die meisten Passanten. «Es ist jedes Jahr etwa dasselbe», sagt ein junger Passant auf dem Einkaufsbummel für die letzten Weihnachtsgeschenke. Noch nicht alle wissen, was an der Feier auf den Tisch gezaubert wird. «Das könnte Rohschinken sein, vielleicht Kartoffelsalat? Ich werde überrascht», sagt ein Passant, der vor dem Manor auf seine Frau und die Tochter wartet.

Das machen und essen Solothurner an Weihnachten

Das machen und essen Solothurner an Weihnachten

In manchen Familien gibt es jedes Jahr dasselbe. In anderen variiert das Festmahl. «Bei uns gibt es das, was wir gerade zu Hause im Küchenschrank haben», sagt Elena aus Derendingen.

Ursprünglich ist die Adventszeit eine Fastenzeit. Diese dauert bis und mit 24. Dezember. Eine junge Frau erklärt, wieso es im Elternhaus an Weihnachten Fisch gibt: «Der katholische Brauch will, dass man an Heiligabend kein Fleisch essen darf. In welcher Form der Fisch serviert wird, ist noch offen.»

Die gebürtige Niederländerin Marlies Urben stellt die holländische Weihnachtsspezialität vor: «Unsere erwachsenen Kinder kommen an Heiligabend zu uns. Da bereite ich hausgemachte Pasteten mit Fleischkügelchen, Poulet und Champignon zu. Damit das alles nicht zu trocken ist, gibt es eine Rahmsauce.»

Hier in der Schweiz gibt es das Festmahl am 24. Dezember bei den meisten abends. In Deutschland schlage man sich bereits am Mittag den Magen voll, berichtet die aus dem deutschen Thüringen stammende Passantin. «Es gibt Enten- oder Gänsebraten mit Kartoffelklössen und Rotkraut. Danach packen wir unter dem Weihnachtsbaum Geschenke aus.» So sei die Tradition in ihrer Heimat.

Allerdings machen nicht alle ein grosses Fest. Gemeinsames Speisen finde statt, Gesang und Bescherung blieben in manchen Haushalten jedoch aus. «Mehr und mehr höre ich von Freunden, dass nicht mehr gross gefeiert wird», meint ein Passant. (SOG)