Kantonsrat Solothurn
Kommission ist für Verlängerung der «Speziellen Förderung»

Die kantonsrätliche Bildungs- und Kulturkommission (BIKUKO) befürwortet die Verlängerung des Schulversuchs «Spezielle Förderung» und lehnt einen Stopp der integrativen Schule und der Speziellen Förderung ab.

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Die Bildungs-und Kulturkommission hat beschlossen, dem Kantonsrat die Verlängerung des Schulversuchs «Spezielle Förderung» um vier Jahre zu beantragen.

Die Bildungs-und Kulturkommission hat beschlossen, dem Kantonsrat die Verlängerung des Schulversuchs «Spezielle Förderung» um vier Jahre zu beantragen.

Bruno Kissling

Ein dringlich erklärter überparteilicher Auftrag will es den Schulträgern überlassen, welche Form der speziellen Förderung für ihre Schule die richtige sei. Wie die Staatskanzlei Solothurn am Freitag mitteilte, lehnt der Regierungsrat dies ab. Die Neuausrichtung der Schule sei bereits gut angelaufen und das alte und das neue System sollten nicht miteinander vermischt werden.

Nach kontroverser Diskussion hat die BIKUKO beschlossen, dem Kantonsrat die Verlängerung des Schulversuchs «Spezielle Förderung» um vier Jahre zu beantragen, wobei den einzelnen Schulträgern in Bezug auf die organisatorische Ausgestaltung die Möglichkeit gewährt werden soll, sich für Schulinseln, Klassen für besondere Förderung oder Sek K zu entscheiden.

Der ebenfalls dringliche Auftrag von Roberto Conti (SVP, Solothurn) verlangt sogar einen Stopp der integrativen Schule und der Speziellen Förderung. Als Hauptargumente werden vom Auftraggeber die sinkende Bildungsqualität, die zunehmende Überforderung aller Beteiligten sowie die Kosten angeführt.

Die Rückkehr zum ursprünglichen, separativen Modell mit Kleinklassen, verbunden mit einem Verzicht auf die geplanten regionalen Kleinklassen fand in der BIKUKO jedoch keine Mehrheit, unter anderem weil auch die Schulplanung der Einwohnergemeinden neu geordnet werden müsste.

Der Kantonsrat wird die beiden dringlichen Aufträge bereits am 18. Dezember 2013 behandeln. (sks)