Amtsgericht Solothurn-Lebern

Kokainhandel in Grenchen: Das Urteil ist gefällt

Im Amtsgericht Solothurn-Lebern wurde das Urteil gefällt.

Im Amtsgericht Solothurn-Lebern wurde das Urteil gefällt.

Am Dienstagnachmittag wurden die des Kokainhandels in Grenchen beschuldigten Männer vom Amtsgericht verurteilt. Die Strafen fielen unterschiedlich hoch aus.

Zwei Ivorer und ein Mann aus Gambia wurden vom Amtsgericht Solothurn-Lebern wegen Kokainhandels und weiteren kleineren Delikten zu unterschiedlich hohen Freiheitsstrafen verurteilt: Khadi K.* der älteste der Beschuldigten, gilt als «Chef» der Drogenbande und wird zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren, einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 30 Franken und einer Busse von 100 Franken verurteilt.

Oklomin S.*, in der Hierarchie der Stellvertreter von Khadi K., wird zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten (16 Monate unbedingt, Probezeit von 2 Jahren), einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 30 Franken und einer Busse von 300 Franken verurteilt. Fatty J. der Jüngste, kommt mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten, bei einer Probezeit von 2 Jahren, glimpflich weg.

Die Strafen fielen unterschiedlich hoch aus, weil die drei Männer ungleich lange im «Geschäft» waren und somit auch nicht die gleichen Mengen an Kokain verkauften. Laut Gericht ist es erwiesen, dass Khadi K. bereits seit 2006 in Grenchen und Umgebung mit Kokain dealte und bis zu seiner Verhaftung im Januar 2014 mindesten 2,5 Kilogramm an den Mann brachte. Diese Menge habe sich durch Befragungen mehrerer Abnehmer ergeben, sagte Amtsgerichtspräsident Rolf von Felten.

Oklomin S. sei seit zirka 2009 mit dabei und habe so mindestens 1,8 Kilogramm Kokain verkauft. Fatty J. hingegen sei «nur» zwischen einem und sechs Monaten beteiligt gewesen und habe «nur» die Rolle des Läufers gespielt. Er war zudem der Einzige, der dank seiner kurzen Tätigkeit, nicht noch zusätzlich wegen qualifizierter Geldwäscherei verurteilt wurde.

Khadi K. und Oklomin S. bestritten stets irgendetwas mit dem Kokainhandel zu tun zu haben, Fatty J. dagegen war teilweise geständig. Von Felten sagte bei der gestrigen Urteilsverkündung, dass das Gericht keinerlei Zweifel daran hege, dass alle drei Beschuldigten im Raum Grenchen relativ grosse Mengen an Kokain verkauften. «Dabei stellt sich das Gericht nicht einzig auf Aussagen der Abnehmer, sondern auch auf überwachte Telefonverbindungen und zuhauf sichergestellte SMS auf einem Natel, das ganz klar Oklomin S. gehörte», so von Felten. (sbi)

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