Samuel Kappeler
«Klar ist: Wir werden uns auf dem Weissenstein mit Leib und Seele einsetzen»

Samuel Kappeler ist Geschäftsinhaber der Kappeler Gastro AG, die das Kurhaus auf dem Weissenstein gepachtet hat. Er will den Betrieb auf verschiedenste Nutzer ausrichten. Der Weissenstein soll aber keine Festhütte werden, betont Kappeler.

Urs Mathys
Drucken
Teilen
Samuel Kappeler, CEO/Geschäftsinhaber der Kappeler Gastro AG, Lenk i.S. Diese betreibt unter der Dachmarke «Hüttenzauber» mehrere Bergrestaurants.

Samuel Kappeler, CEO/Geschäftsinhaber der Kappeler Gastro AG, Lenk i.S. Diese betreibt unter der Dachmarke «Hüttenzauber» mehrere Bergrestaurants.

HANS ULRICH MUELCHI

Wie kommt ein Oberländer Gastrounternehmer zum Weissenstein?

Samuel Kappeler: Eine frühe Mitarbeiterin war im Kurhaus beschäftigt. Ich habe sie ein paar Mal besucht und habe den Weissenstein sofort ins Herz geschlossen. Als dann die Anfrage von Hansueli Schläppis Trimea AG für eine Pacht-Übernahme kam, war ich deshalb sofort interessiert.

Sie glauben an eine Chance?

Ich kenne den Weissenstein inzwischen so gut, dass ich überzeugt davon bin. Käsers, die bisherigen Pächter, haben ihre Sache gut gemacht und gezeigt, dass der Betrieb existenzsichernd geführt werden kann.

Können Sie dabei zusätzlich von ihrer Gastro-Kette profitieren?

Sicher ist einiges so noch besser machbar. Im Rahmen unseres Unternehmens können wir Synergien nutzen, was den saisonal unterschiedlichen Personaleinsatz oder den Einkauf betrifft. Zudem werden wir über unseren «Hüttenzauber»-Adressensatz über 15 000 Empfänger auch auf den Weissenstein aufmerksam machen können.

Apropos «Hüttenzauber»: Wird aus dem Kurhaus ein Ramba-Zamba-Betrieb wie in alpinen Berghütten?

Sicher nicht. Wir werden gewisse Sachen – wie Schlittel-Events – unter dem «Hüttenzauber»-Logo veranstalten aber der Weissenstein soll keine Festhütte werden. Wir setzen auch bei unseren anderen Betrieben auf eine breite Segmentierung – das ist unser Erfolgsmodell: In der Lenk etwa haben wir sechs Betriebe mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen – von ruhig-romantisch bis zum Ramba-Zamba-Betrieb.

Das Kurhaus muss verschiedensten Nutzern genügen: Wanderern, Hotel- und Seminargästen, Familien und es ist vom Wetter abhängig ...

Das sind wir gewohnt und werden den Betrieb darauf ausrichten: Wir wollen gehobene Ansprüche ebenso befriedigen, wie den Wunsch nach einem Bier und einem Zvieriplättli. Bei Bedarf werden wir gewisse Entflechtungen vornehmen, so etwa bezüglich des Selbstbedienungs-Betriebes in Spitzenzeiten. Wir werden nicht alles schon von Anfang an anbieten, sondern auf Erfahrungen – insbesondere nach der Inbetriebnahme der neuen Gondelbahn im kommenden Herbst – reagieren. Klar ist: Wir werden uns mit Leib und Seele einsetzen.