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Der Christkatholische Synodalverband revidierte seine Statuten

Der Synodalverband hat an seiner Session in Grenchen Regelungen bezüglich Finanzkompetenzen eingeführt: Der Ausschuss heisst neu Vorstand.

Beat Wyttenbach
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Der Ausschuss (neu: Vorstand) setzt sich zusammen aus Thomas Stutz, Monique Rudolf von Rohr, Elisabeth Ambühl-Christen, Erika Schranz, Antje Kirchhofer-Griasch und Dieter Berthoud (von links).

Der Ausschuss (neu: Vorstand) setzt sich zusammen aus Thomas Stutz, Monique Rudolf von Rohr, Elisabeth Ambühl-Christen, Erika Schranz, Antje Kirchhofer-Griasch und Dieter Berthoud (von links).

Bild: Beat Wyttenbach

An der 82. Session des Christkatholischen Synodalverbandes des Kantons Solothurn wurden alle Geschäfte einstimmig gutgeheissen. Rund 20 Ausschussmitglieder, Delegierte und Gäste versammelten sich am vergangenen Samstag mit einer feierlichen Einstimmung zur 82. Session des Kantonalen Christkatholischen Synodalverbandes in der Kirche St. Peter und Paul in Grenchen.

Dem Ausschuss gehören an: Erika Schranz (Präsidentin), Dieter Berthoud (Vizepräsident), Monique Rudolf von Rohr (Aktuarin), Thomas Stutz (Finanzverwalter) sowie Elisabeth Ambühl-Christen und Pfr. Antje Kirchhofer-Griasch (Mitglieder). Eines der Haupttraktanden war die Revision der aus dem März 1993 stammenden Statuten, neu «Statut» genannt.

«Diese ist nötig geworden, weil zwischenzeitlich die Rechnungslegung und deren Anforderungen geändert haben. Weiter enthalten die aktuell gültigen Statuten keine Regelungen bezüglich Finanzkompetenzen, und der Ausschuss heisst neu Vorstand», erklärte Schranz unter anderem zur Begründung. Die Statutenrevision wurde denn auch einstimmig genehmigt.

Budget 2022 mit Schwarzer Null

Das Budget 2022 schliesst bei einem Aufwand von 56’395 Franken und einem Ertrag von 57’088 Franken mit einer Schwarzen Null ab (693 Franken). Aus dem Finanzausgleich des Kantons resultiert ein Beitrag über 75’400 Franken, wobei die Kirchgemeinde Region Olten mit 52’400 Franken die grösste Nettobezügerin ist. Das Budget 2022 samt den Steuerungsgrössen für die Finanzausgleichsbeiträge wurde ebenfalls einstimmig gutgeheissen.

Da der Kantonale Christkatholische Synodalverband nach wie vor über ein Eigenkapital von knapp 355’000 Franken verfügt, wurde zudem einhellig beschlossen, 2022 auf das Erheben von Beiträgen seitens der Kirchgemeinden zu verzichten.

Neu sind schriftliche Gesuche nötig

In den vergangenen Jahren wurden durch den Synodalverband verschiedene Kinder- und Jugendaktivitäten unterstützt. In den vergangenen vier Jahren wurden ausschliesslich Beiträge an die Christkatholische Kirchgemeinde zu Franziskanern, Solothurn, geleistet. Gemäss den Belegen wurden Firm- und Erstkommunionslager, Erlebniswochenenden und weitere Anlässe berücksichtigt. Wiederkehrende, nun höhere Ermessensbeiträge sollten, gemäss den neu erarbeiteten Richtlinien, über eine entsprechende schriftliche Grundlage verfügen, damit eine Gleichbehandlung unter den christkatholischen Kirchgemeinden des Kantons gewährleistet werden kann. «Der Leitgedanke seitens des Kantons ist dabei, mehr in Menschen statt in Bauten zu investieren», hielt die Präsidentin fest.

Diesem Anliegen stimmten die Delegierten ebenso oppositionslos zu wie den erstmaligen Richtlinien zur Weiterbildung von Pfarrpersonen. Die entsprechenden schriftlichen Beitragsgesuche sind vorgängig mit einem Empfehlungsschreiben der Kirchgemeinde an den Vorstand des Christkatholischen Synodalverbandes des Kantons Solothurn zu richten.

Jahresprogramm genehmigt

Schliesslich genehmigten die Anwesenden auch die Jahresplanung 2022. Diese sieht am 26. März die Frühjahrs-Synodesession in Olten vor, die Herbst-Synodesession am 25. Oktober in der Diaspora in Laufen BL sowie den Kantonalen Gottesdienst am 25. September in Schönenwerd. – Nach dem gemeinsamen Mittagessen fand der gesellschaftlich-bildende Teil der Versammlung statt. Dieser beinhaltete den Besuch der Ausstellung «Vom Bauernhof zur Uhrenmetropole» im kulturhistorischen Museum Grenchen.

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