Antrag
Kinderschänder von Starrkirch-Wil soll doch verwahrt werden

Das Amt für Justizvollzug des Kantons Solothurn hat beim Amtsgericht Olten-Gösgen beantragt, den Kinderschänder W. nachträglich zu verwahren. Der 43-Jährige hätte Ende November freigelassen werden sollen.

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W. hat die Therapie boykottiert. (Archiv)

W. hat die Therapie boykottiert. (Archiv)

TeleM1

Der Sexualstraftäter W. soll nachträglich verwahrt werden. Das beantragt das Amt für Justizvollzug beim Amtsgericht Olten-Gösgen, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Dem Gericht werde gleichzeitig empfohlen, Sicherheitshaft anzuordnen.

2006 hatte der heute 43-jährige W. in Starrkirch-Wil ein 6-jähriges Mädchen sexuell missbraucht. Dafür wurde er vom Gericht wegen versuchter Vergewaltigung, sexuellen Handlungen mit einem Kind und sexueller Nötigung zu einer Haftstrafe von 5 Jahren verurteilt. Er war schon damals einschlägig vorbestraft.

Die Sexualtherapie hat W. boykottiert. Trotz über 230 Sitzungen hat er keine Fortschritte gemacht. Im September entschied das Obergericht nun, W. freizulassen – trotz hoher Rückfallgefahr. Ob dies nun im November geschieht oder ob die Voraussetzungen für eine Verwahrung gegeben sind, muss nun das Gericht entscheiden. (ldu)