Kinderpornografie

Kinderporno-Lehrer per sofort entlassen

Der Lehrer hatte in 171 Fällen Kinderpornografie konsumiert.

Der Lehrer hatte in 171 Fällen Kinderpornografie konsumiert.

Die Schulleitung einer Primarschule hat den Lehrer, der wegen mehrfacher Kinderpornografie schuldig gesprochen wurde, entlassen. Sie hatte bisher keine Ahnung vom Vergehen. Eine Änderung im Gesetz erlaubte der Leitung nun, in die Akten einzusehen.

Die Schulleitung hat dem Lehrer in Absprache mit dem Departement für Bildung und Kultur (DBK) «wegen fehlender Eignung» gekündigt, teilt das Departement heute mit. Der Lehrer kann seinen Beruf nicht mehr ausüben. Ihm wurde die Unterrichtsberechtigung entzogen. Der Lehrer steht auf einer sogenannten «schwarzen Liste».

«Damit wurde klar gemacht, dass neben pädophilen, süchtigen oder gewalttätigen Lehrpersonen, auch für Lehrpersonen mit Aktivitäten im Bereich der verbotenen harten Pornografie kein Platz an der Schule besteht», stellt das DBK klar.

Die Eltern der betroffenen Schulkinder wurden von der Schulleitung über das weitere Vorgehen informiert.

171 Fälle

Mit einem Strafbefehl vom 6. Juni hat die Solothurner Staatsanwaltschaft den Mann der mehrfachen Pornografie für schuldig befunden. Sie verurteilte ihn dafür zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 170 Franken (total 10'200 Franken), dies bei einer Probezeit von 4 Jahren.

Die nachgewiesenen Straftaten beging der Mann zwischen Mai und Juli 2010. Er habe in 171 Fällen kinderpornografische Dateien mittels einschlägiger Suchbegriffe gezielt aus dem Internet heruntergeladen und auf seiner Festplatte abgespeichert.

Gesetzesänderung nötig

Da die damalige gesetzliche Grundlage im Kanton verunmöglichte, die Schulbehörden über das Verfahren zu informieren, hatte die Schulleitung keinerlei Kenntnis. Erst mit einer Gesetzesänderung kam das Departement für Bildung und Kultur in den Besitz einer Kopie des Strafbefehls. (ldu)

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