Solothurner Filmtage

Kinder staunen über «Molly Monster»

Kinder- und Jugendfilme für Schulklassen haben an den Solothurner Filmtagen längst Tradition. Rund 500 Unterstufen- Kinder aus Solothurn und Umgebung sahen den zauberhaften Animationsfilm «Molly Monster».

Es ist kurz vor neun Uhr in der Reithalle. Gespannt warten die Kinder auf den Familienfilm «Molly Monster». Dann betritt «Saalchef» Alain Gantenbein die Bühne: «Habt ihr alle einen Platz?» – «Jaaa....!» – «Habt ihr einen guten Platz?» – «Jaaa...!» – «Wer von euch kennt Molly Monster?» Grosses Schweigen. – «Ihr erlebt jetzt einen Film mit ganz schönen Bildern, mit überraschenden Geschichten und Abenteuern». Dann wünscht Sekundarlehrer Gantenbein den Kindern eine spannende Kinostunde und viel Vergnügen. «Film ab!»

Reise zur Eier-Insel

Der Film «Molly Monster» erzählt die Geschichte von Molly, einem fröhlichen, aufgeweckten Monstermädchen. Es lebt mit ihrem besten Freund Edison und ihren Eltern im kunterbunten und verrückten Monsterland. Als sich ein neues Geschwisterchen ankündigt, bricht in der Familie freudiger Jubel aus. Denn das Ei, das Mutter Etna gelegt hat, soll nach alter Monstersitte Vater Popocatepetel ausbrüten.

Der traditionelle Ort dafür ist die weit entfernte Eier-Insel. Die Zeit drängt. Molly soll mit ihrem Onkel Alfredo und Santiago zu Hause zurückbleiben, weil sie noch zu klein für solch eine lange Reise sei. Dies finden die Eltern – Molly aber nicht. Und so macht sich die mutige Molly auf eigene Faust zusammen mit Edison auf die abenteuerliche Reise. Über wüste Hügel und an tiefen Tälern vorbei, begegnet sie allerlei hilfreichen Mitmonstern und findet schliesslich die Eier-Insel, ihre Eltern und ihren neuen Platz als grosse Schwester in der Monsterfamilie.

«Wir kommen jedes Jahr»

Nicht zum ersten Mal besuchen Zweitklässler aus Utzenstorf mit ihrer Lehrerin Sabrina Stuber eine Vorführung in der Reithalle. «Mir geht es vor allem darum, die Kinder in unsere Kultur einzuführen», sagt die Unterstufenlehrerin, «dazu gehören Film, Bücher, Theater und Musik». Sie hätten auch kürzlich bei einem grossen Konzert mit Singen mitgemacht. «Darum kommen wir jedes Jahr hierher», sagt Stuber, die bereits seit neun Jahre im Schuldienst steht. «Mir bereitet der Lehrerberuf ganz viel Freude, weil ich eben viel von den Kindern zurückbekomme», betont die junge Lehrerin. Letztes Jahr hätten sie den «Heidi»-Film gesehen. «Dieses Stück Schweizer Geschichte war für die Kinder ein Riesenerlebnis», so Stuber.

Hat der Film gefallen?

Zum aktuellen Filmerlebnis sagt der achtjährige Livio: «Ich genoss den Trickfilm mit den grossen Monstern.» Und Yael findet: «Der ganze Film hat mir sehr gut gefallen.» Das Ei-Schlüpfen habe sie besonders beeindruckt. Nicht so gerne schaut Luan Trickfilme. Dieser Animationsfilm habe ihm jedoch sehr gut gefallen. Auch Till ist vom Film begeistert: «Die Monsterberge und die Figuren mit den komischen Nasen fand ich cool.» Die Lieblingsszene von Danai war das Spiel mit den Bocciakugeln: «Dieses Hin und Her in der Küche fand ich total lustig.» Und Livia meint: «Ich war etwas traurig, dass Molly zuerst nicht auf die Ei-Insel mitgehen durfte.»

Für Lehrerin Sabrina Stuber war «Monster Molly» lebensnah und ebenso kindergerecht: «Die Geschichte von Freundschaft, der Familien-Zusammenhalt und eine grosse Schwester werden ist für viele Kinder ein wichtiges Thema.» Der Film sei wunderschön und fantasievoll gezeichnet und zudem sehr lustig gemacht. «Die Kinder, die etwas ängstlich sind, konnten an vielen Stellen herzhaft lachen», so die Unterstufenlehrerin. Übrigens: Sie wird auch an den kommenden Solothurner Filmtagen mit ihrer Klasse dabei sein.

SaW Newsletter

Meistgesehen

Artboard 1