Grenchen
Kind mit Messer verletzt - Täter ist nicht schuldfähig

Die Staatsanwaltschaft hat die Strafuntersuchung gegen den Mann, welcher im letzten Dezember ein Kind mit einem Messer verletzt hat, abgeschlossen. Der Mann ist nicht schuldfähig.

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Der Mann fügte dem Kind mehrere Stichverletzungen zu. (Symbolbild)

Der Mann fügte dem Kind mehrere Stichverletzungen zu. (Symbolbild)

Keystone

Weil der Täter an einer psychischen Erkrankung leidet und nicht schuldfähig ist, stellt die Staatsanwaltschaft beim Gericht einen Antrag auf Anordnung einer stationären Massnahme. Dies teilt die Solothurner Staatsantwaltschaft am Montag mit.

In einem Sonderschulheim in Grenchen fügte am 6. Dezember 2013 ein damals 22-jähriger Schweizer einem Schüler mehrere Stichverletzungen zu. Das Kind wurde umgehend mit schweren Verletzungen hospitalisiert. Der Täter konnte kurz nach der Tat festgenommen werden.

Die Staatsanwaltschaft hat nun ihre Ermittlungen abgeschlossen. Sie hat im Rahmen der Strafuntersuchung ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das nun vorliegende Gutachten zeigt auf, dass die Tat mit einer psychischen Erkrankung des Beschuldigten in Zusammenhang steht. Zudem geht aus dem Gutachten hervor, dass der Mann zum Tatzeitpunkt aufgrund seiner psychischen Erkrankung nicht schuldfähig war.

Gestützt auf diese Erkenntnisse stellt die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Gericht den Antrag auf Anordnung einer stationären therapeutischen Massnahme. Eine stationäre Behandlung erfolgt in der Regel in einer geeigneten psychiatrischen Einrichtung oder einer Massnahmevollzugseinrichtung.

Der Mann befindet sich seit Februar 2014 im vorzeitigen Massnahmenvollzug. (mgt)