Wintersaison
«Keine Sorge, liebe Skifahrer und Boarder, wenn der Schnee kommt, werden wir bereit sein»

Die Weihnachtsferien nahen – aber ob Schlitteln oder doch eher Wandern angesagt ist, wird sich weisen. Während die ersten Skigebiete der Region ihre Lifte und Pisten öffnen können, lässt der Schnee anderenorts noch immer auf sich warten.

Alexandra Just
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Auf so viel Schnee wartet der Weissenstein dieses Jahr noch.

Auf so viel Schnee wartet der Weissenstein dieses Jahr noch.

Archiv SZ

Weihnachten steht vor der Türe. Die Wunschzettel sind längst geschrieben. Was auf den bescheidenen Zettel der Solothurner Lift- und Bahnbetreiber steht, ist leicht zu erraten: «Eine grosse Portion Schnee.» Doch ob das Christkind deren Wunsch erfüllt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Weisse Weihnachten hin oder her, in den Skigebieten der Region laufen die Vorbereitungen für den Saisonbeginn auf Hochtouren. «Diesen Samstag starten wir», verkündet Luca Rauber, Betriebsleiter des Skilifts Grenchenberg. Die Pisten wurden am Donnerstagnachmittag präpariert. Nun hoffe man, dass der momentane Wärmeeinbruch nur von kurzer Dauer sei, fügt Rauber hinzu.

Andere Betriebe sind dem Grenchenberg, was den Saisonstart betrifft, eine knappe Nasenlänge voraus. So etwa der Weissenstein: «Am vergangenen Wochenende haben sich die ersten Mutigen auf den Schlitten gewagt», sagt Konrad Stuber, Leiter der Seilbahn Weissenstein, zur Eröffnung der Schlittelpiste. Geschlittelt werden kann im Moment nur bis zur Mittelstation Nesselboden. Weiter unten würden sich noch zu viele schwarze Löcher in der Schlittelspur befinden, erklärt Stuber. Mehr Schnee sei auch für die Inbetriebnahme der Langlaufloipe notwendig, stellt Stuber klar. «Dabei wären wir dank unseres neu angeschafften Pistenfahrzeugs jederzeit zum Spuren bereit», wie der Seilbahnleiter unterstreicht.
Tatsächlich schon bereit ist das Skigebiet Balmberg. Mittwochs und donnerstags konnte auf der beleuchteten Kählepiste das Nachtskifahren erfolgreich durchgeführt werden. Die beiden Skilifte Kähle und Höfli sind voraussichtlich auch am kommenden Wochenende von 9 bis 16.30 Uhr offen. Der Pistenzustand wird von den Sportanlagen Balmberg AG als gut beschrieben.

Weniger gut sind dagegen die Schneeverhältnisse im Skigebiet Langenbruck. Wegen einer zu dünnen Schneedecke von gerade mal zehn Zentimetern könne der Skiliftbetrieb noch nicht aufgenommen werden, heisst es am Langenbrucker Infotelefon. Mit der Beschwichtigung: «Aber keine Sorge, liebe Skifahrer und Boarder, wenn der Schnee kommt, werden wir bereit sein.» In der Tat sind die Arbeiten beim Skilift seit letzter Woche abgeschlossen. Skiliftbetreiber Peter Hammer befreite dafür die 1200 Meter lange Piste von Steinen und brachte den Lift für die ersten Skifahrer und Snowboarder in Schuss, wie Radio Basilisk berichtet.

Banges Warten auf den Schnee

Ähnlich sieht es beim Skilift Hohe Winde Beinwil aus. Obwohl dort alles vorbereitet ist, steht der Doppelbügellift still. Schuld daran ist der nur sporadische Schneefall. Den beiden Skigebieten Langenbruck und Hohe Winde Beinwil bleibt also nicht viel mehr übrig, als auf die Erfüllung ihres Weihnachtswunsches zu warten. Denn Schnee an Weihnachten ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern füllt auch das «Kässeli», wie Konrad Stuber von der Seilbahn Weissenstein nur zu gut weiss: «Wenn es in der Neujahrswoche Schnee hat, dann ‹räblets›.» In der Altjahrswoche laufe hingegen nie besonders viel, weil dann die Leute noch zu beschäftigt seien. An eine Prognose für die kommenden Festtage wagt sich Stuber jedoch nicht heran. «Das überlasse ich lieber den Spezialisten. Davon gibt es ja viele und einer hat schliesslich immer recht.»

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