Eine Investorengruppe mit einem Davoser Hotelier-Ehepaar, einem Zuger Bauunternehmer und einem Berner Oberländer Touristik-Experten hat das Kurhaus Weissenstein der Regiobank Solothurn abgekauft.

Viele Ideen, wenig Konkretes fürs Kurhaus Weissenstein

Viele Ideen, wenig Konkretes fürs Kurhaus Weissenstein

Das Hotelierpaar Arabelle und Tom Umiker aus Davos und Urs Hoffmann, Besitzer eines schweizweit tätigen Generalbauunternehmens, ebenfalls wohnhaft in Davos, informierten am Donnerstag über ihre Pläne auf dem Solothurner Hausberg. Es fehlte der vierte im Bunde, der ehemalige Hotelier und Geschäftsführer der Bergbahnen in Lenk, Hans-Ulrich Schläppi. Er ist derzeit auf Reisen.

Das Kurhaus soll öffentlich bleiben, wie Tom Umiker sagte. Es sei der Hausberg der Solothurner und soll dies auch bleiben. «Wir sind sehr an einer lokalen Zusammenarbeit mit Pro Weissenstein, Solothurn Tourismus und der Stadt Solothurn interessiert», so Umiker (siehe Video).

Tom und Arabelle Umiker zu den Plänen im Kurhaus Weissenstein

Tom und Arabelle Umiker zu den Plänen im Kurhaus Weissenstein

Das Kurhaus wird zu keiner Privat-Klinik umgebaut. Auch ist kein Wellness-Hotel geplant. Ein kleines Wellness-Angebot soll es aber schon geben. Die Besucher will man mit Events wie Openairs, Kunstausstellungen oder auch einen Jazz-Brunch auf den Berg locken. 

Man wolle einen «bodenständigen Betrieb kombiniert mit modernen Highlights», sagt Arabelle Umiker. Willkommen heissen möchte man künftig Wanderer, Schlittler, den Geschäftsmann und das Hochzeitspaar. 

Das geplante Langlaufzentrum, das im nächsten Winter eröffnet werden soll, will man unterstützen.

Umikers haben viele Ideen. Konkrete Absichten haben die neuen Besitzer jedoch nicht geäussert. Dazu wisse man noch zu wenig über Zustand des Hauses und die Möglichkeiten auf dem Weissenstein.

Millionen-Investition

Das Kurhaus soll gesamtrenoviert werden. Grössere Investitionen wurden seit dem Totalumbau vor 25 Jahren, bei dem 10 Mio. Franken investiert wurden, keine mehr getätigt. Der Ostflügel erhielt nur eine Sanierung der Aussenhaut, ist aber innen völlig marode.

Der Osttrakt soll nun vollumfänglich renoviert werden. Experten gehen davon aus, dass nur die Umbauten und die Substanzerhaltung des 1990 sanierten Westtrakts erneut gegen 10 Mio. Franken erfordern dürften. Wie viel die Besitzer investieren, ist noch nicht klar.

Die Besitzer wollen auch im Restaurant eine Änderung: Es soll ein Selbstbedienungsrestaurant geben. (ldu/crs) 

Hier gibts den Liveticker zur Medienkonferenz:

Scribblelive: Weissenstein