Zu den Kantonen, die derzeit daran sind, ein ein Bedrohungsmanagement aufzubauen, gehört der Kanton Solothurn. In einer Datenbank sollen Personen mit hoher Gewaltbereitschaft registriert werden.

Die Datenbank befinde sich derzeit im Aufbau, sagte Andreas Mock, Sprecher der Kantonspolizei Solothurn, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Aktuell sei noch niemand registriert. «In der Datenbank erfasst werden nur jene Fälle, die über längere Zeiträume hin mit mehreren Massnahmen begleitet werden», erklärt Mock. Die Aufnahme in die Datenbank müsse in jedem einzelnen Fall vom Polizeikommandanten abgesegnet werden.

«Eines von vielen Instrumenten»

Die meisten Fälle, die vom so genannten Kernteam des Bedrohungsmanagements behandelt werden, werden hingegen nicht in der Datenbank erfasst. «Die Datenbank ist nur eines von vielen Instrumenten», sagte Mock.

Die Kantonspolizei Solothurn führt seit Anfang Jahr eine Fachstelle für das Kantonale Bedrohungsmanagement (KBM). Sie organisiert zudem zusammen mit dem Institut Psychologie & Bedrohungsmanagement in Darmstadt (D) im September in Olten die nach ihren Angaben erste Schweizer Fachtagung zum Thema Bedrohungsmanagement. (sda)