Kanton Solothurn
Kein höheres Schulgeld für Kinder aus anderen Gemeinden

Gemeinden, welche auswärtige Kinder in ihren Schulen aufnehmen, sollen dafür besser entschädigt werden. Dies verlangt ein Vorstoss aus dem Kantonsrat. Die Bildungs- und Kulturkommission des Kantonsrats lehnt diesen jedoch deutlich ab.

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Ein Vorstoss aus dem Kantonsrat verlangt: Gemeinden, welche auswärtige Kinder aufnehmen, sollen dafür besser entschädigt werden. (Symbolbild)

Ein Vorstoss aus dem Kantonsrat verlangt: Gemeinden, welche auswärtige Kinder aufnehmen, sollen dafür besser entschädigt werden. (Symbolbild)

Keystone

Grundsätzlich erhalten alle Gemeinden im Kanton Solothurn eine Schülerpauschale für jene Kinder, die in ihrer Gemeinde zur Schule gehen. Wenn einzelne Schülerinnen und Schüler, gestützt auf eine Anordnung des Volksschulamtes, eine auswärtige Schule im Kanton besuchen, so geht diese Schülerpauschale nicht an die Wohngemeinde, sondern an jene Gemeinde, in welcher das Kind die Schule besucht.

Anita Panzer (FDP, Feldbrunnen) verlangt nun eine Änderung des Systems. In ihren Augen deckt diese Pauschale die effektiven Kosten bei weitem nicht. Die Bildungs- und Kulturkommission des Kantonsrates hat den Vorstoss eingehend diskutiert. Sie ist zum Schluss gekommen, dass mit der heutigen Lösung die aufnehmenden Schulträger nicht benachteiligt werden.

Klassen können optimiert werden und die Aufnahme eines einzelnen Schülers oder einer einzelnen Schülerin löst – mit Ausnahme der Materialkosten – keine Mehrkosten aus. Auf der anderen Seite spart auch die abgebende Gemeinde keine Kosten. Dem aufnehmenden Schulträger wird zudem immer ein Mitspracherecht gewährt.

Die Kommission ist grossmehrheitlich zum Schluss gelangt, dem Vorschlag des Regierungsrats zu folgen. Sie hat den Auftrag ebenfalls für nicht erheblich erklärt.

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