Hochwasser

Kein grünes Licht für die Aareschifffahrt zwischen Grenchen und Biel

Momentan ist es nur möglich, dass die Schiffe zwischen Solothurn und Grenchen verkehren. (Archiv)

Momentan ist es nur möglich, dass die Schiffe zwischen Solothurn und Grenchen verkehren. (Archiv)

Der Pegel der Aare ist nach wie vor zu hoch. Deshalb bleiben die Fahrten der Aareschiffe zwischen Grenchen und Biel sicher bis und mit Freitag eingestellt.

Die starken Regengüsse der vergangenen Tage lassen auch diese Woche nicht nach und grenzen die Schifffahrten der Strecke von Solothurn bis Biel weiterhin ein. Da vor einigen Wochen die Pegel des Bieler-, des Neuenburger- und des Murtensees gesenkt werden mussten, öffneten die Berner Behörden das Wehr Port zwischen dem Bielersee und dem Nidau-Büren-Kanal stärker.

Dadurch erreichte die Aare zwischen Biel und Grenchen eine grössere Abflussmenge, weshalb die Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft (BSG) den Betrieb auf dieser Strecke einstellte. Denn die BSG-Schiffe passen bei einer gewissen Höhe der Aare nicht mehr unter die Brücken, welche den Fluss überspannen. Zu der Dauer dieses Unterbruches konnten zu diesem Zeitpunkt keine genauen Aussagen gemacht werden, doch ist das Thema heute noch von Wichtigkeit.

Auf Anfrage berichtet Thomas Erne, Geschäftsführer der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft, dass der Betrieb nun weiterhin eingestellt ist. «Wir hatten am Montag Kontakt zu den Behörden und können bestätigen, dass auf der Aare zwischen Grenchen und Biel bis und mit kommenden Freitag keine Fahrten stattfinden.»

Ob die Einschränkung am Wochenende aufgehoben wird, kann er noch nicht geltend machen. «Die Situation ist wetterabhängig. Deshalb ist eine zuverlässige Aussage derzeit nicht machbar», so Erne.

Alternativen für Vorkäufer

Die Einschränkung stellt hauptsächlich eine Enttäuschung für die Kunden dar, die ihr Billette bereits im Voraus gebucht haben. Der Geschäftsführer sagt aber, dass sie mit den Käufern in Kontakt seien und ihnen mit Alternativen entgegenkommen. «Falls die Kunden eine Schifffahrt zwischen Grenchen und Biel gebucht haben, leiten wir sie auf die Rundfahrten der unteren Aarehälfte weiter.»

Denn die Strecke von Solothurn bis Grenchen und umgekehrt sei nach wie vor befahrbar. Einzig verkehren die Schiffe nach einem speziellen Fahrplan. Die Bielersee- und die Drei-Seen-Fahrten seien ebenso intakt. Dennoch fehle es der BSG an Kunden, da das nicht einladende Wetter nicht die besten Voraussetzungen für eine Schifffahrt bietet.

Über einen potenziellen Verlust kann Thomas Erne noch nicht berichten. «Die Besucherzahlen waren Ende Mai höher als im Vorjahr.» Denn der anhaltende Regen sei bereits im letzten Frühjahr ein wesenhaftes Thema gewesen. «Damals musste aber der ganze Betrieb eingestellt werden», erinnert sich Thomas Erne zurück. Dennoch konnte der Ausfall im Frühling durch die wärmeren Sommertage mehr als kompensiert werden, wodurch sie bei den Aarefahrten durch das ganze Jahr über 70 000 Fahrgäste zählten.

Obwohl die momentane Situation nicht so brenzlig wie im letzten Frühling ist, hofft der Geschäftsführer der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft auf eine baldige Besserung des Wetters. Die Aareschifffahrt sei bekanntlich das Produkt mit dem grössten Potenzial für die BSG und sollte deswegen wieder auf der ganzen Strecke verkehren können.

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