Nur wenige Tage stand er auf der Baustelle des neuen Berufsbildungszentrums in der Solothurner Vorstadt: der Baukran. Dann wurde er wieder demontiert – nun liegt er flach auf dem Baugrund. «Der Baumeister hat dem schwierigen Baugrund wohl zu wenig Rechnung getragen», erklärt Thomas Schwaller, zuständiger Projektleiter im kantonalen Hochbauamt. Risse an den Eckpunkten hätten schnell gezeigt, dass die Kranfundation zu schwach sei. «Unter diesen Umständen hat sich das Bauunternehmen Galli richtigerweise dazu entschieden, auf Nummer sicher zu gehen», begründet Schwaller den Wiederabbau. Das Risiko, dass «etwas» hätte passieren können, sei wohl nur ein geringes, aber eben auch nicht gänzlich auszuschliessen gewesen. Voraussichtlich am 30. Oktober werde der Kran auf der neu erstellten Fundation wieder aufgerichtet.

Ohne Kostenfolge für Kanton

Die zusätzlichen Aufwendungen würden natürlich alle zulasten der Baufirma gehen – also ohne Folgen für den Bauherrn Kanton und die Steuerzahler bleiben, versichert Thomas Schwaller. Er betont, dass auf der Baustelle zuvor alles reibungslos verlaufen sei – trotz schwierigem Baugrund im Grundwasserbereich und entsprechend nötigen aufwendigen Pfählungsarbeiten. «Wir hatten sogar zwei Wochen Vorsprung auf den Baufahrplan – von denen wir nun eineinhalb Wochen einbüssen». Ziel bleibe es, bis Ende Jahr die Decke über dem Erdgeschoss fertigzustellen. Das neue Schulgebäude werde «ganz klar» auf August 2016 bezugsbereit sei.

Insgesamt 1200 Lernende werden dort einziehen können: Aus dem «Rosengarten» übersiedeln werden die Kaufmännische Berufsschule und das Erwachsenenbildungszentrum. Zu ihnen stossen die Berufsmaturanden der gewerblich-industriellen Berufsschule.