«Die Kirche ist im Umbruch und es wird viele Baustellen geben», hielt Bernadette Rickenbacher, Präsidentin der Synode, fest. Sie zeigte sich aber nach ihrem ersten Amtsjahr überzeugt, diese mit vereinten Kräften und mit einer gesunden Portion Hartnäckigkeit zu bewältigen. Eine Baustelle beschäftigte den Synodalrat, nämlich die Ausfinanzierung des Fehlbetrages bei der Kantonalen Pensionskasse. Die verlangten 170 898 Franken sind zwar in der Rechnung 2014 enthalten.

Laut Verwalter Dominik Portmann wurde aber ein Jurist eingeschaltet, um die rechtliche Grundlage zu klären. Stephan Baschung informierte, dass die St.-Ursen Vorsorgestiftung für kirchliche Mitarbeitende den Deckungsgrad von 104 auf 109 Prozent erhöhen konnte. Unkorrekte Rechnungen und nicht beantwortete Reklamationen dieser Stiftung gaben Anlass zu Diskussionen. Geschäftsführer Baschung versprach, der Sache nachzugehen.

Verabschiedungen und Neuwahl

Bernadette Rickenbacher musste zwei Synodalräte verabschieden. Sie ehrte Leo Baumgartner mit den Worten: «Seit 2008 leitete er das Ressort ‹Anderssprachige Missionen› mit dem Anspruch, dass ein wohlwollendes Nebeneinander verschiedener Kulturen möglich sein muss.» Sein Amt übernimmt der vor einem Jahr in den Synodalrat gewählte Gaetano Serrago. Alban Würgler, Ressortleiter «Personelles», demissionierte wegen gesundheitlicher Probleme. Die Präsidentin dankte ihm für seine umsichtige Art. Mit viel Applaus wurde Alt-Regierungsrat Klaus Fischer als Nachfolger willkommen geheissen.

Urs Umbricht, Ressort «Kommunikation und Öffentlichkeit» warb für Aus- und Weiterbildungen. Am 25. April referiert in Solothurn der Theologe und Jurist Urs Brosi, Weinfelden, zum Thema «Kirchgemeinderat in der Spannung zwischen Kirche und Staat».

Immer noch passable Reserven

Mit nur einer Gegenstimme genehmigte die Versammlung die Jahresrechnungen 2014. Dominik Portmann präsentierte die Synodalrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 42 488 Franken, budgetiert war ein Verlust von 17 369 Franken. Die Beiträge der Kirchgemeinden für Synode und anderssprachige Missionen beliefen sich auf 2,63 Mio. Franken. Die Finanzausgleichsrechnung weist einen Verlust von 12 926 Franken aus. Dies nach Entnahme von 270 000 Franken aus dem Ertragsausgleichsfonds, budgetiert waren 490 000 Franken. Die Finanzausgleichszahlung des Kantons fiel im Vergleich zum Vorjahr mit 2,55 Mio. Franken um 116 135 Franken tiefer aus. Das Eigenkapital der beiden Rechnungen beträgt 3,6 Mio. und der Ertragsausgleichsfonds 2,7 Mio. Franken.