«Precops»
Kapo verzichtet bei Einbrecherjagd auf Spezial-Software

Kontrollen und Hinweise aus der Bevölkerung - mit diesem bewährten Rezept will die Kapo Solothurn auch weiterhin gegen Einbrecher vorgehen. Im Nachbarkanton Aargau gibt es zusätzlich eine Software, die die Polizei unterstützen soll.

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Die Kantonspolizei Aargau kann mit der Software «Precops» die Einbruchs-Wahrscheinlichkeit in einer bestimmten Region ausrechnen. Denn laut Statistik schlagen Einbrecher in derselben Umgebung gleich mehrmals zu. Die Software wurde ein Jahr lang getestet und wird jetzt definitiv eingeführt. Dafür wird die Aargauer Kantonspolizei für drei Jahre 130 000 Franken ausgeben.

Die Kapo Solothurn hingegen gibt dieses Geld nicht au - zumindest im moment nicht. Kripo-Chef Urs Bartenschlager sagt auch ohne Softwarte würde im Kanton täglich analysiert und koordiniert. «Wir haben ein Büro, das eigens für die Struktur-Ermittlung zuständig ist und uns wertvolle Hinweise liefert», so Bartenschlager.

Mit Kontrollen, Patrouillen und Hinweisen aus der Bevölkerung geht die Kapo gegen Einbrecher vor. Der Einsatz von «Precops» im Nachbarkanton Aargau wird aber interessiert beobachtet.

Auch ohne Software ist die Einbruchs-Kriminalität im Kanton Solothurn im letzten Jahr nach Angaben vom Kripo-Chef um acht Prozent zurückgegangen. War der Kampf gegen die Einbrecher auch im Jahr 2015 erfolgreich? «Das hängt noch vom Dezember ab», so Bartenschlager. Man gehe aber von einem weiteren Rückgang zwischen zehn und 20 Prozent aus. (nka)

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