Jugend und Sport

Kanufahren statt Handy – zu Besuch im Tenero-Lager

Ein Novum im diesjährigen Sommerlager von Jugend und Sport war diese Woche der Einsatz einer Drohne, welche sämtliche Aktivitäten von Kanu über zahlreiche Ballsportarten bis hin zum Tanzunterricht festhielt.

Exakt 70 Buben und Mädchen aus dem Kanton Solothurn verbrachten eine Woche im polysportiven Sommerlager, welches jedes Jahr im Sportzentrum Tenero durchgeführt wird. Unter der Leitung von Pascal Bussmann, dem erfahrenen Lehrer und J+S-Experten Kindersport sowie einem achtköpfigen, kompetenten Leiterteam erlebten die Teilnehmer eine abwechslungsreiche Zeit bei Spiel und Spass.

Nach einigen Jahren der Stagnation erhöhte sich die Teilnehmerzahl in diesem Jahr merklich. Lagerleiter Bussmann führt das auf das neue Angebot Kanu zurück. Hier gab es auf Anhieb neun Teilnehmer. Mit Nico Meier stand ein ausgewiesener Sportler als Leiter zur Verfügung, hat der der Stadtsolothurner doch 2013 im österreichischen Stofer an der Junioren WM die Bronzemedaille gewonnen.

Ohne elektronische Geräte

Was noch vor einem Jahr viel zu reden gab, darüber sprach heuer keiner mehr. Das Zuhauselassen von elekronischen Geräten wie Handy, iPod, Gameboy. Auch eine Gruppe ausserkantonale Teilnehmer war in der Sparte Tanzen dabei. Drei Schwestern aus Attiswil, Joelle, Leonie und Nathalie Kurth und ihre Freundin Lydia Gygax. Schnell hatten sie ihren Übernamen. «Die A-Fraktion».

Gygax, erstmals im Lager: «Wir haben es sportlich wie in der Freizeit super zusammen und ohne Handy ist es sogar geil, wir haben viel mehr Zeit für einander.» Eigentlich wollten sie in die Gruppe der Kanuten, da hatte es aber keinen Platz mehr. «Mit unserem Tanzleiter haben wir aber mächtig Spass und lernen sehr viel.» Sie sei überrascht wie schnell man Sporttanzen lernt. Begeistert ist Gygax auch von den jeweiligen Nachmittags-Programmen als jeder frei zwischen Tauchen, Bogenschiessen oder – ideal bei der herrschenden Hitze – einfach baden gehen.

Die Gelegenheit nutzen

Stephan Rohr, ein Freund des Lagerleiters Bussmann, ist versiert im Umgang mit Drohnen und arbeitet mit den Fluggeräten für ein kleines Unternehmen. Weil dessen Sohn auch Lagerteilnehmer war, nutzte er die Gelegenheit, um vom diesjährige Lager Filmaufnahmen zu machen. Die Kanuten begleitete er ins Verzascatal und brachte herrlichen Bilder davon zurück – wobei alle Drohnenflüge nach den Vorschriften des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) durchgeführt wurden.

Auch von den übrigen Angeboten wie Tennis, Unihockey, Tanzen oder Volleyball, wo mit Dirk Weber nach längerem Unterbruch wieder ein kompetenter Spieler des Nationalliga-A-Teams Wiler-Ersigen als Leiter zur Verfügung stand, ist reichhaltiges Bildmaterial vorhanden.

Sehr friedlich und prägend sei das Lager in diesem Jahr verlaufen, es herrschte die ganze Woche über ein tolles Klima untereinander und auch der anspruchsvolle Wandertag am Mittwoch hätten alle gut überstanden, zog der verantwortliche Lagerleiter vor der Rückfahrt ein erfreuliches Fazit.

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